Nach einem nervenaufreibenden Katz-und-Maus-Spiel zwischen Polizei und Besetzer anfang August, ist es ruhiger geworden um das Labitzke-Areal in Zürich Altstetten. 

Trotzdem muss das Areal überwacht werden: In zwei Fällen haben die Eigentümerin des Geländes, die Immobilienfirma Mobimo AG, und das Bauunternehmen Implenia Strafanzeige eingereicht, wie die NZZ am Donnerstag berichtet. Es handle sich um Vandalismus, unter anderem wurden auch Bauwände angezündet.

Mobimo AG muss Müllberge beseitigen 

Seit der Räumung des Geländes, wird es 24 Stunden von einer Sicherheitsfirma bewacht. Sie soll eine allfällige, weitere Besetzung verhindern. Sicherung und Überwachung kommen die Mobimo AG allerdings teuer zu stehen. Es werde mit einem Mehraufwand von insgesamt rund 275 000 Franken gerechnet, schreibt die Zeitung.

Darin inbegriffen seien auch die rund 150 000 Franken für Entsorgungsarbeiten. Nach der Räumung war das Areal nur noch ein grosser Müllberg. Barrikaden, volle Abfallcontainer und anderen Schrott wurden von den Besetzern hinterlassen. Eine Strafanzeige habe jedoch keine Wirkung, denn es müsste Besetzern namentlich nachgewiesen werden, dass sie verantwortlich für den Abfall sind; dies sei unmöglich. 

Wer bezahlt den Polizeieinsatz?

Gemäss NZZ, liege die Baufirma gut im Zeitplan. Momentan sei man mit der Schadstoffsanierung im Innern der Gebäude beschäftigt. Ab Oktober dann, soll der Rückbau der verbliebenen Gebäudeteile erfolgen. Mit der Erteilung der Baubewilligung rechnet das Unternehmen im Herbst.

Eine Frage, die noch offen bleibt ist, wer die Kosten für den Polizeieinsatz übernehmen muss. Abgeklärt soll werden, ob er den namentlich bekannten Besetzern verrechnet werden könne. Das Thema sei derzeit bei der Stadtpolizei in Diskussion. (amo)