Mobilität
Ausbau des Winterthurer Bahnhofs: Die Perrons sollen verbreitert werden

120'000 Reisende steigen tagtäglich am Winterthurer Hauptbahnhof um. Die Zahl soll weiter in die Höhe schiessen. Bis 2035 soll daher über den Ausbau entschieden werden - auch der Bau eines Tiefbahnhofs wird nicht ausgeschlossen.

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Bei der Verbreiterung könnte ein Teil des Perrons im Gebäude Stadttor zu liegen kommen. (Archivbild)

Bei der Verbreiterung könnte ein Teil des Perrons im Gebäude Stadttor zu liegen kommen. (Archivbild)

Keystone

Der Hauptbahnhof Winterthur muss ausgebaut werden, um die künftigen Passagierströme bewältigen zu können: Wie die bestehenden Perrons verbreitert werden, ist aber noch offen - die Stadt und die SBB haben den Variantenentscheid auf später verschoben.

Als strategische Stossrichtung ist vorgesehen, vorerst an den sieben Durchgangsgleisen festzuhalten sowie einen neuen Wendebahnhof im Areal Vogelsang Nord zu erstellen, wie die Stadt Winterthur und die SBB am Dienstag mitteilten. Heute werden am Winterthurer HB täglich rund 120'000 ein- und aussteigende Reisende gezählt. In den nächsten 30 Jahren soll diese Zahl auf gegen 180'000 steigen.

Perrons müssen verbreitert werden - auch ins historische Gebäude

Um mit diesem Wachstum Schritt zu halten, müssen in den nächsten 20 Jahren die Perrons 6/7 und 8/9 verbreitert werden. Dazu stehen zwei Varianten im Raum, die aber beide «unterschiedliche stadträumliche, bahnbetriebliche und denkmalpflegerische Auswirkungen» haben, wie es in der Mitteilung heisst.

Bei einer Variante, bei der die Gleise in Richtung Bahnhofplatz geschoben werden, ginge das Wendegleis 2 verloren und ein Teil des Perrons des Gleis 3 käme im historischen Bahnhofgebäude und im Gebäude Stadttor zu liegen. Bei der anderen Variante würde die Rudolfstrasse deutlich mehr beansprucht.

Vorstudien sollen Entscheid erleichtern

Welche Variante realisiert wird, soll unter anderem auf den Zeitpunkt der Vorstudien für die Perronverbreiterungen und den Ausbau der Personenunterführung Süd verschoben werden. «Um dann auf die aktuellen Entwicklungen Rücksicht nehmen zu können.» Der definitive Entscheid müsse bis spätestens 2035 gefällt werden.

In beiden Varianten ist als Langfristoption auch der Bau eines zusätzlichen Tiefbahnhofs möglich. Dies für den Fall einer weiteren Zunahme der Verkehrsmengen. (sda)

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