Zürich

Mitarbeiter der Bank Sarasin wegen Weitergabe vertraulicher Infos angeklagt

Die Filiale der Bank J.Safra Sarasin am Paradeplatz in Zürich. (Symbolbild)

Die Filiale der Bank J.Safra Sarasin am Paradeplatz in Zürich. (Symbolbild)

Ein Mitarbeiter der früheren Bank Sarasin ist verhaftet worden. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich bestätigte am Mittwoch entsprechende Medienberichte.

Der Angestellte der Bank, die heute J. Safra Sarasin heisst, befindet sich demnach seit Mitte Mai in Untersuchungshaft.

Der deutsche Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer und J. Safra Sarasin reichten im Frühling Strafanzeigen ein, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Corinne Bouvard, auf Anfrage. Auch der deutsche Drogeriekönig Erwin Müller klagte gegen die Basler Privatbank. Weitere Angaben zum Verfahren wollte die Staatsanwaltschaft nicht machen.

Laut Medienberichten geht die Klage von Maschmeyer auf einen Artikel des deutschen Nachrichtenmagazins "Stern" von März zurück. Gemäss der "Sonntagszeitung" soll ein Sarasin-Mitarbeiter dem deutschen Nachrichtenmagazin "Stern" vertrauliche Informationen zugespielt haben.

Maschmeyer soll laut "Stern" Geschäfte zulasten der deutschen Steuerzahler gemacht haben. Die Aktivitäten seien über Konten der Bank Sarasin gelaufen.

Im April hatte die Bank J. Safra Sarasin mitgeteilt, sie sei wegen der Vorwürfe besorgt. Man habe "zu keiner Zeit den deutschen Fiskus betrogen oder sich sonst am deutschen Fiskus bereichert". (sda)

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