Gesundheit
Mitarbeitende des Unispitals wehren sich gegen Entlassungen

Mitarbeitende des Universitätsspitals Zürichwehren sich gegen die angekündigten Entlassungen und den Abbau von Arbeitsplätzen. In einer am an Spitaldirektorin Rita Ziegler überreichten Petition fordern sie die Spitalleitung zu Verhandlungen auf.

Merken
Drucken
Teilen
Unispital Zürich: Mitarbeiter wehren sich gegen Entlassungen (Archiv)

Unispital Zürich: Mitarbeiter wehren sich gegen Entlassungen (Archiv)

Keystone

Unterzeichnet haben die Petition 2140 Mitarbeitende, wie der VPOD Zürich mitteilte. Darin wird der Verzicht auf die angekündigten Entlassungen sowie auf den Stellenabbau in patientennahen Bereichen gefordert. Ein solcher hätte laut VPOD «unverantwortbare Folgen für die Sicherheit und Qualität der Versorgung» der Patienten.

Der Qualitätsabbau für Patientinnen und Patienten müsse verhindert werden, heisst es in der Petition weiter. Des weiteren verlangen die Mitarbeitenden, dass «ausschliesslich stellenunabhängiges Sparpotenzial genutzt wird» und dass die Direktion Verhandlungen aufnimmt mit dem Personalkomitee «Nein zum Stellenabbau im USZ», dem VPOD und dem Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK).

Abbau von bis zu 150 Stellen

Um den erwarteten Verlust von 48 Millionen Franken im Jahr 2011 aufzufangen, hatte die Spitaldirektion Ende Januar den Abbau von bis zu 150 Stellen angekündigt. Ein Teil der notwendigen Verbesserungen soll durch Kostenreduktion und höhere Erträge erreicht werden.

18 Millionen Franken müssten jedoch beim Personal gespart werden, so dass eine Stellenreduktion unumgänglich sei, hiess es damals. Mit 60 Prozent macht das Personal den grössten Teil des Gesamtaufwands aus. Insgesamt bietet das Unispital gut 4800 Vollzeitstellen.