Etwa vier Prozent der bekannten Fischarten sind Knorpelfische, wie der Zoo Zürich am Mittwoch mitteilte. Neben dem Knorpelskelett zeichnen sich diese Fische noch durch andere Merkmale aus. Beispielsweise haben sie keine Schwimmblase, die im Wasser für Auftrieb sorgen kann.

Dies bedeutet, dass sie auf den Grund sinken, wenn sie sich nicht bewegen. Zum Auftrieb tragen bei diesen Fischen das leichte Knorpelskelett, das in der Leber enthaltene Öl sowie beim Schwimmen die waagrecht abstehenden Brustflossen bei.

Haie und Rochen leben räuberisch. Die meisten der 1200 Arten bleiben zwar eher klein, trotzdem finden sich in dieser Gruppe die grössten Vertreter der Fische, so etwa der Walhai mit einer maximalen Läge von 15 Metern und einem Gewicht von 30 Tonnen.

Sechs Haie und zwei Rochen

Im Raub- und Giftfischbecken des 2016 erneuerten Aquariums im Zoo Zürich leben Epaulettenhaie, Korallenkatzenhaie und Blaupunktrochen und zwar insgesamt sechs Haie - drei von jeder Art – und zwei Rochen.

Die drei Arten sind vor allem in der Dämmerung und in der Nacht aktiv. Im Aquarium werden sie aber während des Tages gefüttert, so dass die Chancen gut stehen, eines der Tiere beobachten zu können, wie es weiter heisst.

In Korallenriffen zu Hause

Der Epaulettenhai erreicht eine Länge von 70 bis 90 Zentimetern. Seine Färbung ist beige-bräunlich mit braunen Flecken. Markantes Merkmal sind die beiden grossen schwarzen, weiss umrandeten Flecken hinter den Brustflossen. Der Epaulettenhai lebt im Bereich von Korallenriffen. Das Verbreitungsgebiet liegt im westlichen Pazifik.

Beim Korallenkatzenhai umfasst das Verbreitungsgebiet seichte Küstenregionen zwischen Indien, Thailand und Papua-Neuguinea. Dieser bis zu 70 Zentimeter lange Hai zeichnet sich durch einen sehr schlanken und beweglichen Körper sowie einen kurzen, schmalen Kopf aus. Damit gleitet er im Korallenriff geschmeidig auch durch enge Spalten.

Auch der Blaupunktrochen ist ein Bewohner von Korallenriffen. Sein stark abgeflachter, kreisförmiger Körper kann eine Länge von 70 Zentimetern erreichen. Etwa gleich lang wird der pfeilförmige Schwanz, der an seiner Spitze zwei Giftstacheln besitzt.

Die Körperoberseite ist ockerfarbig und übersät mit blauen Punkten, die im Schwanzbereich in blaue Bänder übergehen. Das Verbreitungsgebiet ist in den küstennahe Gewässern des Indischen Ozeans und des westlichen Pazifiks. Wie der Korallenkatzenhai ist auch der Blaupunktrochen potenziell gefährdet.