Seilbahnen beschäftigen den Zürcher Gemeinderat immer wieder. Der Vorstoss der beiden FDP-Gemeinderäte ist die Antwort auf die Streichung von drei der fünf Seilbahnprojekte in der Stadt Zürich, hinter denen die Mehrheit des Stadtparlamentes stand. Der Regierungsrat hat unter anderem das Hönggerberg-Projekt bei der Festsetzung des regionalen Richtplans im Juli nicht berücksichtigt. Lediglich das See-Gondelprojekt der Zürcher Kantonalbank zu ihrem Jubiläum stiess beim Regierungsrat umfänglich auf Anklang. Der Seilbahneintrag Tiefenbrunnen-Lengg wird im regionalen Richtplan als langfristiges Projekt vermerkt.

Begründet hat der Regierungsrat die Streichung der Hönggerberg-Seilbahn sowie die zweite Gondel zwischen der Universität und Affoltern damit, dass neben der planerischen Grundlage auch der Bedürfnisnachweis sowie deren Wirtschaftlichkeit fehlen würden. Ähnlich argumentierte die Regierung beim Projekt, die Seilbahn Rigiblick bis zum Stampfenbachplatz zu verlängern. Dies irritierte neben SP-Gemeinderäten auch jene der FDP. Wie der Vorstoss zeigt, ist das Seilbahn-Thema noch nicht erledigt. Der Stadtrat hat das Postulat diese Woche entgegengenommen und prüft nun das Potenzial einer ETH-Seilbahn als alternative städtische Verkehrserschliessung. (giu)