Uetliberg
Mit Armierungseisen gegen Biker: "Hier wird mit dem Leben anderer gespielt"

Ein Unbekannter hat auf einem Waldweg in Stallikon Armierungseisen in den Boden gesteckt. Eine gefährliche Falle für Mountainbiker.

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Die Armierungseisen sind besonder gefährlich, da man sie wegen ihrer dunklen Farbe kaum sieht. (Symbolbild)

Die Armierungseisen sind besonder gefährlich, da man sie wegen ihrer dunklen Farbe kaum sieht. (Symbolbild)

Hansruedi Aeschbacher

Das Konfliktpotential zwischen Velofahrern und Fussgängern ist bekanntlich gross. Wie gross sie sein kann, das hat ein Unbekannter auf dem Gemeindegebiet von Stallikon aufgezeigt.

Dort wurde an einer Stelle eines Waldweges Eisenstangen in den Boden gesteckt, berichtet der "Tages Anzeiger". Verheerend, denn der Weg wird auch von Mountainbikern als sogenannter Singletrail genutzt. Die dunklen Armierungseisen können somit schnell zu einer gefährlichen Falle werden weil man sie kaum sieht.

Dürfen Mountainbiker Wanderwege befahren?

Wie der "Tages Anzeiger" schreibt, ist das Fahren abseits von befestigten Wegen per kantonalem Waldgesetz verboten. Hingegen ist es Mountainbiker erlaubt auf Wander- und Waldwegen, mit der entsprechenden Rücksichtnahme, zu fahren, erklärt Marc Besson, Sprecher der Kantonspolizei Zürich. Natürlich aber nur, wenn keine andere Signalisierung vorliegt, wie dies beim Trail in Stallikon der Fall war. (lgi)

Die betreffende Stelle hat ein Mountainbiker in der Facebook-Gruppe des Vereins Züritrails gepostet. Valentin Bamert, Präsident von Züritrails meint gegenüber dem "Tages Anzeiger": «Ein solch drastischer Fall ist mir aus Zürich noch nicht bekannt». Aber hier würde mit dem Leben anderer gespielt. Er gehe anhand von den Bildern davon aus, dass die Eisenstangen mutwillig in den Trail gesteckt wurden.

Armierungseisen noch nicht entfernt

Roberto Brunelli, Gemeindeschreiber von Stallikon, bestätigt eine entsprechende Anfrage von Tagesanzeiger.ch/Newsnet, dass sich die Eisenstangen auf dem Weg im Wald über der Gemeinde befinden würden.

Weiter sagt Brunelli, dass die Armierungseisen noch nicht entfernt werden konnten. Sie seien aber mit einem Verkehrsdreieck markiert worden. Der Kanton Zürich, als Eigentümer des Waldstücks, muss nun weiter abklären, ob die Stangen mutwillig angebracht wurden. In diesem Fall muss der Kanton eine Strafanzeige ins Auge fassen. (lgi)