In der Stadt Zürich sind Strassen in gewissen Wohnquartieren mit einem Nachtfahrverbot belegt. Dabei handle es sich um Orte, "deren Bewohner hohen Belastungen vielfältigster Art ausgesetzt sind", heisst es in einem Postulat der Grünen und der CVP. "Speziell diesen Menschen einen wirksamen Schutzmechanismus weg zu sparen, halten wir für nicht akzeptabel."

Die Stadt nahm im vergangenen Jahr die von Hand bedienten Barrieren, welche jährliche Kosten von über einer Million Franken verursacht hatten, ausser Betrieb. Nach einer sechsmonatigen Versuchsphase hiess es in einer Bilanz im April, dass "erwartungsgemäss mehr Verkehr festzustellen war". Das sei zwar unerfreulich - die Zahl dieser Fahrten sei aber in einem moderaten Bereich.

Die Postulanten, hinter die sich gemäss einer Mitteilung auch die gesamte SP-Fraktion stellt, sprechen indes von "einer systematischen Missachtung des Nachtfahrverbots." Mit einer Erhöhung der Kontrolltätigkeit sowie einer besseren Signalisation, wie dies der Stadtrat plant, sei dem Problem nicht beizukommen.

Der Stadtrat soll deshalb "ein neues, differenziertes Konzept" für die stark belasteten Wohnquartiere in den Kreisen 1,4 und 5 vorlegen, heisst es im Postulat. "Neben nicht bedienten Sperrvorrichtungen sind auch Poller mit Zugangsberechtigungen und an besonders belasteten Einfahrten auch der Einsatz der herkömmlichen Barrieren zu prüfen."