Winterthur

Minimalstrafe von 5 Jahren droht: Staatsanwalt klagt Schachtdeckelwerfer beim Bezirksgericht an

Der Schachtdeckelwerfer muss sich vor dem Bezirksgericht Winterthur verantworten. Wann der Prozess stattfindet ist noch nicht klar. (Symbolbild)

Der Schachtdeckelwerfer muss sich vor dem Bezirksgericht Winterthur verantworten. Wann der Prozess stattfindet ist noch nicht klar. (Symbolbild)

Nach dem Kantonsderby warf ein Mann im Mai einen Schachtdeckel auf einen FCZ-Fan und verletzte diesen schwer. Nun wird der 21-Jährige beim Bezirksgericht Winterthur angeklagt. Ihm droht eine Freiheitsstrafe von fünf bis zwanzig Jahren.

Am 13. Mai 2017 ereignete sich eine dramatische Szene am Bahnhof Winterthur. Nach dem Fussballspiel zwischen dem FC Winterthur und dem FC Zürich wurde ein FCZ-Anhänger von einem Schachtdeckel aus Metall am Kopf getroffen und schwer verletzt.

Ein 21-jähriger Schweizer wurde nun beim Bezirksgericht Winterthur angeklagt, wie der "Tages-Anzeiger" berichtet. Der Mann soll den Schachtdeckel vom Parkdeck beim Bahnhof auf den FCZ-Fan hinuntergeworfen haben. Das 27-jährige Opfer landete auf der Intensivstation und konnte das Spital drei Tage später wieder verlassen. Der Staatsanwalt beschuldigt den Täter der versuchten vorsätzlichen Tötung, das beantragte Strafmass liegt zwischen fünf und zwanzig Jahren Freiheitsstrafe.

Verfahren gegen Begleiter eingestellt

Beim mutmasslichen Täter handelt es sich um einen in Winterthur wohnhaften Mann. Nachdem er Mitte Juni 2017 durch das Zwangsmassnahmengericht aus der Untersuchungshaft entlassen wurde, befindet er sich zurzeit auf freiem Fuss. Das Bezirksgericht hat bisher noch keinen Verhandlungstermin festgesetzt. Wann der Prozess beginnt, bleibt also vorerst offen.

Der 19-jährige Begleiter des Angeklagten wurde zwar anfänglich auch verhaftet, muss nun aber keine Strafe fürchten. Der Staatsanwalt hat das Verfahren gegen den Mann, der ebenfalls im Bezirk Winterthur zuhause ist, eingestellt.

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