Zürich

Millionenbetrüger Felix Vossen soll fast sieben Jahre hinter Gitter

Damals schien seine Welt noch in Ordnung: Filmproduzent Felix Vossen 2012 an der Berlinale, wo sein Film «I, Anna» gezeigt wurde.

Damals schien seine Welt noch in Ordnung: Filmproduzent Felix Vossen 2012 an der Berlinale, wo sein Film «I, Anna» gezeigt wurde.

Der Filmproduzent Felix Vossen wird wegen gewerbsmässigen Betrugs und Geldwäscherei sowie wegen mehrfacher Urkundenfälschung angeklagt. Die Zürcher Staatsanwaltschaft III für Wirtschaftsdelikte beantragt eine Freiheitsstrafe von 6 Jahren und 10 Monaten.

Der 43-jährige Vossen soll rund 30 Geschädigte getäuscht und damit rund 20 Millionen britische Pfund, 5,8 Millionen Euro und 7,5 Millionen US-Dollar ertrogen haben, wie aus einer Mitteilung der Oberstaatsanwaltschaft vom Donnerstag hervorgeht.

Vossen war aufgrund eines internationalen Haftbefehls im Februar 2016 in Spanien verhaftet worden. Sechs Monate später wurde er an die Schweiz ausgeliefert. Inzwischen hat der gebürtige deutsche Filmemacher den vorzeitigen Strafvollzug angetreten.

Konkret wirft ihm die Anklage vor, zwischen Oktober 2003 und März 2015 gegenüber den Geschädigten, vorwiegend Familienangehörigen, Freunden und Bekannten, wahrheitswidrig angegeben zu haben, dass bei ihm gewinnbringend und risikoarm Geld in Finanzprodukte angelegt werden könne.

Fiktive Gewinne ausgewiesen

Gemäss Staatsanwaltschaft soll er dabei "raffiniert aufeinander abgestimmte Lügen" genutzt haben. Insbesondere habe er unwahre Konto- und Depotauszüge mit fiktiven Gewinnen erstellt und verwendet. Teile der auf diese Weise erzielten Erlöse soll Vossen von der Schweiz nach Grossbritannien und Guernsey, der zweitgrössten britischen Kanalinsel, transferiert haben.

Vossen habe damit die Einziehung der Vermögenswerte durch die Strafverfolgungsbehörde erschwert, heisst es in der Mitteilung. Weiter werde dem Beschuldigten vorgeworfen, gegenüber der Buchhaltung und im Verkehr mit Banken falsche Angaben gemacht und dadurch unwahre Urkunden generiert zu haben.

Der Beschuldigte muss sich nun vor dem Bezirksgericht Zürich verantworten. Wann die Verhandlung stattfindet, ist noch nicht bekannt.

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