Nachtclub-Affäre
Milieu-Polizisten wehren sich mit Rekursen gegen Versetzung

Zwei in den «Chilli's»-Fall involvierte Polizisten wehren sich mit Rekursen gegen ihre Versetzung. Sie wollen nicht für weniger Lohn als Revierdetektive arbeiten.

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Nach einer Razzia im Club «Chilli's» wurden fünf Polizisten verhaftet, einer sitzt immer noch.

Nach einer Razzia im Club «Chilli's» wurden fünf Polizisten verhaftet, einer sitzt immer noch.

Keystone

Zwei Zürcher Stadtpolizisten, die in die Affäre um den Milieuclub «Chilli's» verstrickt sind, akzeptieren ihre Strafversetzung nicht. Sie haben gegen die personalrechtlichen Massnahmen ihres Kommandanten Daniel Blumer Rekurs eingelegt, wie die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) schreibt.

Ein Polizist noch immer in Haft

Insgesamt fünft Stadtpolizisten wurden im Zusammenhang mit den Unregelmässigkeiten im Nachtclub «Chilli's» verhaftet. Vier von ihnen sind längst wieder auf freiem Fuss. Ein Polizist ist immer noch in Untersuchungshaft und wird das «noch bis mindestens im Mai» bleiben, sagte Corinne Bouvard, die Sprecherin der Oberstaatsanwaltschaftm gegenüber der «NZZ».

Blumer hat die beiden zusammen mit einem weiteren Stadtpolizisten von aus der Fachgruppe Milieu/Sexualdelikte entfernt und als Revierdetektive eingeteilt. Die Zurückstufung hat für die Betroffenen grössere Lohneinbussen zur Folge.

Polizeikommandant Blumer hatte im Nachgang an die Affäre im Zürcher Nachtclub zwei Mitarbeiter entlassen und drei versetzt. Alle werden verdächtigt, vertrauliche Informationen weitergegeben, Verzeigungen unterlassen und sexuelle Dienstleistungen, Getränke sowie Essen entgegengenommen zu haben. Der dritte strafversetzte Polizist und die beiden Entlassenen haben das Verdikt nicht angefochten.

Der eigene Rechtsdienst prüfe die Fälle, sagt Polizeisprecher Mario Cortesi der «NZZ», die beiden Umgeteilten seien vorderhand als Revierdetektive im Einsatz. (rsn)