Zürich

Mieter leisten Widerstand gegen Räumung des Labitzke-Areals

Der Rechtsstreit um das Labitzke-Areal in Zürich-Altstetten geht in die nächste Runde. Die Bewohner haben am Donnerstag gegen die vorzeitige Beendigung eines Mietverhältnisses beim Zürcher Obergericht Berufung eingereicht.

Die Berufung richtet sich gegen den Entscheid des Bezirksgerichtes Zürich. Dieses hatte den Ausweisungsantrag der Mobimo AG gegen eine letzte noch auf dem Labitzke-Areal verbliebene Mietpartei gutgeheissen. Das Gelände muss bis Ende März geräumt sein.

Das Gericht habe den Entscheid gefällt, obwohl die Mobimo AG nach wie vor keine Baubewilligung für ein Neubauprojekt beantragt habe, machen die Labitzke-Besetzer geltend. Eine vorzeitige Beendigung des Mietverhältnisses widerspreche "dem Geist der gängigen Rechtspraxis in der Stadt Zürich, Leerstände und Brachen zu vermeiden".

"Als Atelier- und Kreativgemeinschaft sind wir auf günstigen Lebensraum in der Stadt angewiesen", heisst es in der Mitteilung. Entsprechende Alternativen habe man bisher nicht finden können.

Besetzer wollen Areal bis zum Baubeginn

Im Hinblick auf die Aktionärsversammlung am 25. März appellieren die Besetzer an Mobimo, die Rechtsklagen und die hohen Schadenersatzforderungen gegen die Mietenden zurückzunehmen und einer Areal-Nutzung bis zum ordentlichen Baubeginn zuzustimmen.

Das Labitzke-Areal wird seit Jahren besetzt und dient als Labor für eines der grössten Kultur- und Wohnexperimente in der Stadt Zürich. Die Mobimo will auf dem Gelände eine Überbauung mit über 200 Wohnungen realisieren.

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