Kirchen

Michel Müller ist Zürcher Kirchenratspräsident

(Bild: zh.ref.ch)

Pfarrer Michel Müller ist der neue Zürcher Kirchratspräsident

(Bild: zh.ref.ch)

Michel Müller heisst der neue Zürcher Kirchenratspräsident. Die evangelisch-reformierte Synode, das Kirchenparlament, wählte ihn am Dienstag im 4. Wahlgang mit 84 von 164 Stimmen.

Auf Müllers direkten Konkurrenten Andrea Marco Bianca entfielen 80 Stimmen. Der dritte Bewerber, Christoph Siegrist, war nach dem dritten Wahlgang mit der geringsten Stimmenzahl ausgeschieden.

Der vierte, Pfarrer Hans-Peter Geiser, hatte seine Kandidatur am Tag vor der Wahl zurückgezogen. Er war als Unabhängiger und ohne den Hauch einer Chance angetreten.

Pfarrer in Thalwil

Als Kirchenratspräsident ist Müller unter anderem zuständig für die Kirchgemeinden und die Pfarrschaft. Auch der Kontakt zur Theologischen Fakultät an der Universität läuft über ihn.

Der 46-jährige Müller war seit 1999 Synodaler und gehört dort der Fraktion Synodalverein an. Seit 2004 ist er Mitglied des Vorstands, den er seit einigen Monaten präsidiert. Er ist seit 1994 Pfarrer in Thalwil. Schwerpunkte setzte er im Gemeindeaufbau und in der Begleitung und Schulung Jugendlicher.

Müller tritt die Nachfolger des langjährigen Kirchenratspräsidenten Ruedi Reich an, der aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat. Reich prägte die Kirchenpolitik in den 18 Jahren seiner Amtstätigkeit stark. 2005 wurde er von der Theologischen Fakultät mit dem Ehrendoktortitel ausgezeichnet.

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