Starköchin
Meta Hiltebrand pfeift auf Gault-Millau-Punkte

Die Starköchin hält nicht viel von einer solchen Auszeichnung. Diese verlangt nämlich nach mehr Leistung, die schliesslich nicht erbracht werden kann.

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Die Starköchin pfeift auf Gault-Millau-Punkte.

Die Starköchin pfeift auf Gault-Millau-Punkte.

Mario Heller

Die Schweizer Starköchin Meta Hiltebrand kann auf Gault-Millau-Punkte und Sterne verzichten, wie sie in einem Interview mit der «Schweiz am Sonntag» sagt. «Ich will frei sein und mich verändern können.»

Die vielen berühmten Köche, die in letzter Zeit gestorben seien, hätten alle dieses Problem gehabt: «Du kriegst irgendwann eine Bewertung, hast dir den Arsch aufgerissen. Aber das Problem ist, du kannst diese Bewertung nicht halten, indem du einfach gleich bleibst. Du musst es jedes Jahr noch besser machen, aber du kannst es nicht noch besser. Die Leute gehen daran emotional zugrunde.»

Sie selber hatte auch schon Erfahrungen mit solchen Gefühlen. «Ich hatte vor kurzem das allererste Mal das Gefühl, dass ich ein Burnout habe», sagt Hiltebrand in der «Schweiz am Sonntag». «Ich hatte eine recht wilde Zeit hinter mir. Im vergangenen Jahr gab es auch private Rückschläge. Dann stand ich in der Küche und habe nicht mehr funktioniert. Ich konnte nicht mehr sprechen und hatte Atemnot.» Aber sie glaube nicht, dass es ein Burnout war. «Eine halbe Stunde später war alles wieder gut.»

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