Bezirksgericht
Messerstecher vom Kaufleuten muss 16 Jahre ins Gefängnis

16 Jahre Freiheitsentzug wegen Mordes und versuchter vorsätzlicher Tötung: Dieses Urteil hat das Bezirksgericht Zürich am Donnerstag gegen den Messerstecher vom Kaufleuten gefällt.

Merken
Drucken
Teilen
Urteil im Zürcher Messerstecher-Prozess.

Urteil im Zürcher Messerstecher-Prozess.

Keystone

16 Jahre Freiheitsentzug wegen Mordes und versuchter vorsätzlicher Tötung: Dieses Urteil hat das Bezirksgericht Zürich am Donnerstag gegen einen 23-Jährigen gefällt. Er hatte im Juli 2012 vor dem Zürcher Club Kaufleuten einen jungen Mann erstochen und dessen Bruder lebensgefährlich verletzt.

Das Gericht ordnete zudem eine ambulante Massnahme während des Strafvollzugs an. Ausserdem muss der Verurteilte der Familie der Opfer 235'000 Franken Genugtuung zahlen.

Bei der Tatqualifizierung folgte das Gericht den Anträgen der Staatsanwaltschaft. Beim Strafmass blieb es jedoch unter den geforderten 20 Jahren.

Der Verteidiger blieb mit seinen Anträgen erfolglos. Er hatte seinen Mandanten wegen vorsätzlicher Tötung und schwerer Körperverletzung verurteilt sehen wollen. Als angemessenes Strafmass erachtete er 12 Jahre Freiheitsentzug, aufgeschoben zu Gunsten einer Massnahme in einer Einrichtung für junge Erwachsene.

Am frühen Morgen des 15. Juli 2012 hatte der Iraker vor dem Zürcher Club Kaufleuten nach einem Streit einen jungen Mann erstochen, der mit seinem Bruder und Freunden im Lokal seinen 23. Geburtstag feierte. Den Bruder verletzte er lebensgefährlich. Anschliessend flüchtete er zu einem Onkel nach Norwegen. Zwei Wochen später wurde er dort verhaftet.