Prostitution
«Menschenunwürdig»: EDU fordert Verbot für Strassenprostitution

Die Eidgenössisch-Demokratische Union (EDU) verlangt ein Verbot der Strassenprostitution im Kanton Zürich. Es sei nicht einzusehen, warum Prostituierte den öffentlichen Grund für das persönliche Anwerben zur Prostitution in Anspruch nehmen müssten.

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Die EDU-Kantonsräte bezeichnen ein Verbot der Strassenprostitution als "zeitgemäss und angemessen". (Archiv)

Die EDU-Kantonsräte bezeichnen ein Verbot der Strassenprostitution als "zeitgemäss und angemessen". (Archiv)

Keystone

Die EDU hat eine Motion im Kantonsrat eingereicht, in der vom Regierungsrat eine entsprechende Gesetzesvorlage verlangt wird. Ein Verbot der Strassenprostitution sei "zeitgemäss und angemessen", schreiben die EDU-Kantonsräte in der Begründung ihrer Motion, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Der Kanton Zürich solle dem Beispiel des Kantons Tessin folgen.

Die Strassenprostitution entspreche nicht etwa einem breiten öffentlichen Bedürfnis wie etwa Strassencafés und Marktstände, sondern führe für die Bevölkerung vielmehr zu "belästigenden Begleiterscheinungen". Es sei auch nicht Sache der öffentlichen Hand, mit Verrichtungsboxen die Infrastruktur für die Ausübung der Prostitution zur Verfügung zustellen.

Ein öffentlicher "Markt", wie ihn die Strassenprostitution mit sich bringe, sei "menschenunwürdig", vergleichbar mit einer offenen Drogenszene. Auch wenn die Strassenprostitution aktuell insbesondere die Stadt Zürich betreffe, solle ein Verbot für den gesamten Kanton gelten. So könne es nicht zu einer Verlagerung der Strassenprostitution innerhalb des Kantons kommen.

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