Zürich
Mehr Sitzstufen an der Sihl sollen Begegnungsraum aufwerten

Das Tiefbauamt der Stadt Zürich will den Begegnungsraum bei der Europaallee aufwerten – darin enthalten ist ein direkter Zugang zur Sihl.

Lina Giusto
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Die Stadt will zwischen der Sihlpost und der Postbrücke beim Zürcher Hauptbahnhof Sitzstufen bauen. (Visualisierung)

Die Stadt will zwischen der Sihlpost und der Postbrücke beim Zürcher Hauptbahnhof Sitzstufen bauen. (Visualisierung)

Zur Verfügung gestellt

Die Böschung vor der Sihlpost zum Fluss soll mit einer Sitzstufenanlage ausgestattet werden. Die Anlage ist zwischen der Strasse vor dem Sihlpost-Gebäude und der direkt an den Zürcher Hauptbahnhof angrenzenden Postbrücke vorgesehen. Gemäss der ab heute für dreissig Tage aufliegenden Pläne ist eine Anlage mit 13 Stufen über eine Länge von 70 Metern vorgesehen. Die Kosten sollen zusammen mit dem definitiven Konzept zu Beginn des nächsten Jahres feststehen, teilt das Tiefbaudepartement der Stadt Zürich auf Anfrage mit.

Was aber bereits heute klar ist: Die Sitzstufen sollen gemeinsam mit dem Projekt Kasernenstrasse/Postbrücke in Angriff genommen werden. Die Bauarbeiten dafür sollen nach heutigem Stand 2019 beginnen und rund eineinhalb Jahre dauern.
Mit der Sanierung des Strassenabschnittes im Bereich der Europaallee soll der öffentliche Raum aufgewertet und eine gewisse Aufenthaltsqualität garantiert werden, schreibt das städtische Tiefbauamt im zugehörigen Projektbeschrieb. Deshalb sollen Autos, Lastwagen und Motorräder künftig im Einbahnverkehr über die Postbrücke fahren. Die Parkplätze vor der Sihlpost sollen mittels U-Turn-Prinzip erschlossen werden.

Mit diesen Massnahmen will die Stadt den Europaplatz beim diese Woche neu eröffneten Zugang zum Hauptbahnhof vom Verkehr entlasten. Neben einer Begegnungszone zwischen Sihlpost und Gessnerallee soll auf dieser Höhe ebenso das Trottoir verbreitert werden. Für 2021/22 ist laut Tiefbauamt der Bau der Fussgängerbrücke «Schützensteg» zwischen Europa- und Gessnerallee vorgesehen.

Sitzstufen und Aufenthaltsraum entlang der beiden Flüsse Limmat und Sihl sind immer wieder Gegenstand politischer Debatten. So forderten diesen Sommer die beiden grünen Gemeinderäte Marcel Bührig und Elena Marti den Stadtrat in einer Motion auf, weitere Sitzstufen entlang des Limmatquais sowie ein drittes Flussbad zu prüfen. Zum Vorstoss wird der Stadtrat bis zum 21. Dezember Stellung nehmen, heisst es auf Anfrage beim Tiefbaudepartement.