Kinderpsychiatrie
Mehr Platz für psychisch kranke Kinder und Jugendliche in Männedorf

Die Kinderstation Brüschhalde in Männedorf ist saniert und erweitert worden. Neu stehen für psychisch kranke Kinder und Jugendliche 31 Plätze und eine Tagesstation mit neun Plätzen zur Verfügung. Die Kinder sollen nahe von Zuhause und altersgerecht betreut werden können.

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Nach der Sanierung und Erweiterung verfügt die Kinderstation Brüschhalde nun über 31 Plätze und einer Tagesstation mit neun Plätzen für psychisch kranke Kinder und Jugendliche.(Bild: Kinderstation Brüschhalde)

Nach der Sanierung und Erweiterung verfügt die Kinderstation Brüschhalde nun über 31 Plätze und einer Tagesstation mit neun Plätzen für psychisch kranke Kinder und Jugendliche.(Bild: Kinderstation Brüschhalde)

zsz.ch

Mit einem Neubau und der Sanierung des Hauptgebäudes sei die zuvor bestehende Platznot behoben worden, schreibt die Zürcher Gesundheitsdirektion in einer Mitteilung vom Freitag. Der Abschluss der Arbeiten ermögliche die Umsetzung eines zukunftsgerichteten Angebots.

Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger (FDP), Kantonsbaumeister Matthias Haag, Erich Baumann, Spitaldirektor der Psychiatrischen Universitätsklinik (PUK) und die Ärztliche Direktorin des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes, Susanne Walitza, weihten die Anlage am Freitag ein.

Mit der neuen, ausgebauten Station werde die wohnortnahe und altersgerechte psychiatrische Versorgung im Kanton gestärkt, heisst es weiter. Gleichzeitig könne die Einbettung des stationären Aufenthalts in eine vor- und nachsorgende teilstationäre Behandlung ermöglicht werden.

Kürzere Bauzeit als geplant

Für den Erweiterungsbau hatte der Kantonsrat einen Objektkredit von 22,83 Millionen Franken bewilligt. 7 Millionen Franken sprach der Regierungsrat in Eigenregie für die Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden Hauptgebäudes. Die Anlage wurde energetisch und behindertengerecht gestaltet.

Während der Bauarbeiten war der Klinikbetrieb in Gebäude der gemeinnützigen Stiftung Hohenegg im Weiler Unot oberhalb von Meilen ausgelagert worden. Dadurch habe sich die Bauzeit um rund eineinhalb Jahre gegenüber der geplanten etappierten Ausführung verkürzt.

Zuvor standen in der Kinderstation des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes des Kantons Zürich (KJPD) nur 21 Betten zur Verfügung. Um den Bedarf an stationären Plätzen für Kinder mit psychischen Problemen zu decken, mussten immer wieder Betten der Jugend- und Erwachsenenpsychiatrie sowie ausserkantonale Betten beansprucht werden.