Zürich
Mehr Chancengleichheit bei Vorbereitung auf Gymi-Aufnahmeprüfung

Der Zürcher Regierungsrat will die Schulgemeinden verpflichten, bei Bedarf Vorbereitungskurse für die Aufnahmeprüfung für das Gymnasium durchzuführen. Er beantragt dem Kantonsrat eine entsprechende Änderung des Volksschulgesetzes.

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Schulzimmer

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Solothurner Zeitung

Derzeit werden Schülerinnen und Schüler auf die Aufnahmeprüfungen der Gymnasien im Rahmen des obligatorischen Unterrichts in der 6. Primar- oder 2. Sekundarklasse individuell vorbereitet. In der 3. Sek ist die Prüfungsvorbereitung Teil des Wahlfachangebotes.

Wie der Regierungsrat am Donnerstag mitteilte, bieten einzelne Schulgemeinden bereits heute zusätzlich dazu Kurse ausserhalb des Unterrichts an. Viele Eltern schickten ihre Kinder jedoch in private Vorbereitungskurse. Diese Uneinheitlichkeit gefährde die Chancengleichheit bei den Aufnahmeprüfungen.

Um diese unbefriedigende Situation zu beheben, hat die Bildungsdirektion im März in einem ersten Schritt Empfehlungen für die Durchführung von Prüfungsvorbereitungskursen erlassen. Nun sollen diese Kurse gesetzlich verankert werden.

Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass die Kurse im Umfang von zwei Wochenlektionen während eines halben Jahres unentgeltlich angeboten werden. Durchführung und Organisation ist Sache der Schulgemeinden. Sie können die Kurse auch in Kooperation mit andern Gemeinden durchführen. Vorgesehen ist das neue Angebot für Schülerinnen und Schüler der 6. Primar- und der 2. Sekundarklasse.