Zur vorgesehenen Gesetzesänderung wird nun ein Vernehmlassungsverfahren durchgeführt, wie der Regierungsrat am Donnerstag mitteilte.

Im Kanton Zürich fallen jährlich 4,4 Millionen Festkubikmeter unverschmutzter Aushub an. Dieser entsteht vor allem im Süden und in den Städten Zürich und Winterthur. Die grossen Deponien liegen jedoch im Norden des Kantons. Ausserdem gibt es einen regen Export von Aushub in umliegende Kantone und nach Deutschland.

Lastwagen transportieren laut Mitteilung einen Drittel oder weit mehr als eine Millionen Kubikmeter Aushub über die Kantonsgrenze. Das ist gleichbedeutend mit über 200'000 Lastwagenfahrten.

Gleichzeitig werden aus Zürcher Kiesabbaugebieten jährlich 400'000 Kubikmeter Kies mit der Bahn abtransportiert. In der Gegenrichtung könnte dieselbe Menge Aushub transportiert werden. Mit einer Erhöhung des Bahnanteils für Aushub könnte der Schwerverkehr auf der Strasse reduziert und die Bahn besser ausgelastet werden.

Durch die vorgeschlagene Massnahme, den Bahntransport bei Grossprojekten verpflichtend zu machen, könnte der heutige Bahnanteil auf gegen 35 Prozent verdoppelt werden, wie es in der Mitteilung heisst. Die Gesamtkosten für die betroffenen Projekte würden sich dadurch um weniger als 2 Prozent erhöhen.

Für weniger Verkehr auf der Strasse sollen ausserdem zusätzliche regionale Deponien für unverschmutzten Aushub im Südteil des Kantons sorgen. Diese verringern die Anzahl langer Transporte in den Norden oder in umliegende Kantone. Die Deponien sollen für Kleinmengen von bis 1000 Kubikmeter pro Baustelle zugänglich sein und die Standorte in den Regionalen Richtplänen festgesetzt werden.