Zürich
Mehr Asylsuchende sind auf Sozialhilfe angewiesen

Die Sozialhilfequote in der Stadt Zürich ist auch im vergangenen Jahr stabil geblieben. Zum vierten Mal in Folge lag sie bei 5,1 Prozent. Was zulegte, war jedoch die Zahl der Asylsuchenden, die auf Sozialhilfe angewiesen waren.

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Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 14'654 Personen mit Sozialhilfe unterstützt.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 14'654 Personen mit Sozialhilfe unterstützt.

Oliver Menge

Gemäss Angaben der Stadt Zürich vom Dienstag wurden im vergangenen Jahr insgesamt 14'654 Personen mit Sozialhilfe unterstützt. Das sind rund 120 Fälle weniger als im Vorjahr. Vor allem bei den Schweizern und den langjährigen Einwohnern gab es einen kleinen Rückgang.

Die Sozialhilfequote sank aber trotz dieses Rückgangs nicht, weil die Zahl der Asylsuchenden, die von der Asylorganisation an die Stadt überwiesen werden, gleichzeitig zulegte. Sie wuchs um fast 10 Prozent auf 1912 Fälle. Grund für diese Zunahme ist die höhere Zahl an anerkannten Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen.

Insgesamt gab die Stadt Zürich im vergangenen Jahr 314 Millionen Franken für Grundbedarf, Wohnkosten, medizinische Versorgung, erzieherische Unterstützung und Integrationsmassnahmen aus. Das sind rund 800'000 Franken mehr als im Vorjahr.

Mehr Missbrauchsfälle

Zugenommen haben auch die aufgeflogenen Missbrauchs-Fälle. Im vergangenen Jahr wurden 527 Fälle von unrechtmässig bezogenen Sozialgeldern registriert. Im Vorjahr waren es 499.

Somit stieg auch der Betrag an, den die Stadt von den Betrügern zurückfordert: Sie forderte im vergangenen Jahr 7,2 Millionen Franken zurück. Im Vorjahr lag diese Summe noch bei 6,5 Millionen. Gemäss Angaben der Stadt liegt diese Zunahme der Missbrauchs-Fälle jedoch noch in den üblichen Schwankungen.