Majestätisch wie eine Statue steht er da. Weder die klickenden Fotoapparate und die surrenden Videokamers irritieren ihn, noch weinende und schreiende Kinder. Maxi gibt sich cool und scheint die Blicke der vielen neugierigen Besucher regelrecht zu erwidern, wendet er seine Augen zuerst doch kaum von der Menge ab.

Nach einigen Minuten hebt er ganz langsam einen seiner riesigen, grauen Füsse und stampft durch das Aussengehege. Als sein Rüssel eine Bananenschale ertastet, umfasst er die Frucht vorsichtig und verschlingt sie. In einiger Distanz zum Bullen knabbert die sechsjährige Farha an einem grünen Laubblatt, beobachtet von ihrer Mutter, Elefantenkuh Ceyla-Himali.

Rübel: Maxi ist ein «prima Papa»

Am 15. September 1981, kam der damals 11-jährige Bulle Maxi in den Zoo Zürich, wie Zoodirektor Alex Rübel am Mittwoch am traditionellen Medienapéro im Zoo sagte. Geboren worden war das Tier in Thailand. Von Asien kam der Elefant nach England. Dort trat er in einem Zirkus auf. Noch heute könne Maxi beispielsweise auf einem Bein stehen, rühmte Rübel.

In Zürich kam Maxi in eine Bullenanlage. «Er ist mit 6,5 Tonnen Gewicht unser Maximum - unser grösstes und eines der wichtigsten Tiere», sagte Rübel. Der Bulle bescherte dem Zoo bereits 1984 zum ersten Mal Nachwuchs, als Komali auf die Welt kam. Mittlerweile ist Maxi 10-facher Vater und 7-facher Opa, wie Rübel stolz erklärte.

«Unser Maxi ist ein prima Papa», ergänzte der Zoodirektor. Maxi sei trotz seines für ein Zootier hohen Alters von 41 Jahren noch immer kerngesund. In all den Jahren habe man aber auch Rückschläge einstecken müssen: Nachdem Komali einen Pfleger angegriffen und lebensgefährlich verletzt hatte, wurde die Kuh eingeschläfert.

Im Elefantengehege leben auch andere Tiere

Sorgen bereitet dem Zoo auch ein Elefanten-Herpes-Virus. Die Jungtiere Xian und Aishu erkrankten daran und starben innert weniger Stunden. Über das heimtückische Virus ist gemäss Rübel nach wie vor kaum etwas bekannt. Mit präventiven Massnahmen versuche man, die Krankheit in den Griff zu bekommen.

Natürliche Feinde haben die Elefanten auf dem Zürichberg keine. In freier Wildbahn gehöre es allerdings zu ihrem Alltag, andere Tiere abzuwehren, sagte Rübel. Um die Dickhäuter zu beschäftigen, hat der Zoo Seidenhühner ins Elefantengehege gesetzt. Das Zusammenspiel zwischen den Tierarten funktioniere schon recht gut.

Auch im neuen Elefantenpark, den der Zoo baut, sollen weitere Tiere leben. Denkbar seien beispielsweise Huftiere, Schweinearten oder Vögel, sagte Rübel im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda. Die rund 10'000 Quadratmeter grosse Anlage kostet 41 Millionen Franken. Sie soll im Frühling 2014 bezugsbereit sein.