Zürich

Mathe als Berufsvorbereitung

Mathematik soll dabei helfen, gezielt das zu trainieren, was Schüler später in ihrer Ausbildung brauchen (Symbolbild).

Mathematik soll dabei helfen, gezielt das zu trainieren, was Schüler später in ihrer Ausbildung brauchen (Symbolbild).

Lehrmittel Der Zürcher Lehrmittelverlag hat ein Hilfsmittel entwickelt, damit Sekundarschüler ihre Mathematikkenntnisse verbessern können. Es soll den Übertritt in die Berufsschule erleichtern.

Brüche multiplizieren, Potenzen ausrechnen und Volumen schätzen – eine neue zehnseitige Tabelle zeigt zukünftigen Berufsschülern, welche Mathematikthemen für sie besonders relevant sind.

Der Zürcher Lehrmittelverlag hat das Hilfsmittel namens «Auf dem Weg zur Berufsschule» entwickelt, damit Sekundarschülerinnen und -schüler, die kurz vor einer Lehre als Elektroinstallateur oder Automechaniker stehen, ihre dafür nötigen Mathe-Kenntnisse auf Vordermann bringen können.

Die Tabelle wird mit dem obligatorischen Lehrmittel «Mathematik 1–3» auf Sekundarstufe 1 genutzt. «So muss das Lehrmittel nicht verändert werden, aber die angehenden Berufsschüler erkennen schnell, welche Lücken sie schliessen sollten», sagt Beat Schaller, Leiter des Lehrmittelverlags.

Während links auf der Tabelle die Themen aufgelistet sind, stehen in der Mitte die entsprechenden Kapitel in den Arbeitsheften. Auf der rechten Seite führt die Tabelle, die gratis heruntergeladen werden kann, zu Online-Übungen.

Dort können auch Arbeitsblätter und Tests generiert werden. Das Hilfsmittel eignet sich laut Schaller vor allem für schwächere Schüler, aber nicht nur: «Auch jemand, der eine kaufmännische Lehre antritt, kann online etwa mit einem Saldospiel üben.»

Laut Pisa-Studie 2009 erreichen knapp 20 Prozent der Zürcher Jugendlichen am Ende ihrer Schulzeit die Lernziele in Mathematik nicht. Erst Ende 2015 hat der Regierungsrat zur Verbesserung dieser Quote eine Änderung der Volksschulverordnung verabschiedet.

Ab Schuljahr 2016/17 können leistungsschwache Schüler vorübergehend von Fächern dispensiert werden, um in anderen, wie Mathematik, ihre Fähigkeiten zu verbessern.

Das neue Hilfsmittel soll diese Schüler motivieren, gezielt das zu wiederholen und zu trainieren, was sie in ihrer weiteren Ausbildung brauchen. «Dank der Tabelle können nicht nur Lehrer, sondern auch zukünftige Lehrmeister oder Eltern die Schüler zum Mathe-Lernen anregen», sagt Beat Schaller.

Entwickelt wurde das Hilfsmittel vom Autor von «Mathematik 1–3» mit Lehrern der Sekundarschule und der Technischen Berufsschule Zürich. Dadurch seien die Inhalte ideal zugeschnitten auf den Übertritt von der Volks- in die Berufsschule.

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