Zürich
«Masterplan Fussverkehr»: Zürich soll zu Fuss attraktiver werden

Wer in Zürich zu Fuss unterwegs ist, soll sein Ziel auf direkten, sicheren und attraktiven Wegen erreichen. Damit dies möglich ist, soll der Stadtrat einen "Masterplan Fussverkehr" ausarbeiten.

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Bodenmarkierungen für Fussgänger am Bellevue in der Stadt Zürich.

Bodenmarkierungen für Fussgänger am Bellevue in der Stadt Zürich.

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Der Gemeinderat hat am Mittwochabend ein entsprechendes Postulat knapp überwiesen. 2011 hat das Stimmvolk der Stadt Zürich die Städte-Initiative von umverkehR angenommen. Ein Ziel der Initiative ist es, den ÖV, Fuss- und Veloverkehr zu fördern. Mit den beiden Programmen "Netzentwicklungsstrategie züri-linie 2030" und dem "Masterplan Velo" hat der Stadtrat aufgezeigt, wie er die Ziele für den ÖV und den Veloverkehr erreichen will.

Nach Ansicht der Postulanten (SP, Grüne, AL, EVP) fehlt für den Fussverkehr ein vergleichbares Instrument. Diese Lücke soll nun geschlossen werden. "Denn egal, welches Verkehrsmittel bevorzugt wird, die meisten Wege beginnen und enden zu Fuss", sagte eine SP-Sprecherin.

Dieser Aussage konnten sich auch die Gegner (SVP, FDP, GLP, CVP) anschliessen. Ihrer Ansicht nach braucht es jedoch kein neues Strategiepapier. Man verzichte gerne auf ein weiteres "Berichtli". Der Stadtrat habe auch für Fussgängerinnen und Fussgänger schon genügend Massnahmen ergriffen und Ziele formuliert.

SVP und FDP wittern hinter dem Masterplan ausserdem ein weiteres Mittel, um den Autoverkehr zu behindern. Sie befürchten zudem, dass die Fussgänger als "biologische Verkehrshindernisse" eingesetzt werden.

62 Ratsmitglieder stimmten dem Postulat zu, 59 lehnten es ab. Somit wurde es zur Prüfung an den Stadtrat überwiesen.