Regierungsrat zum Virus

Mario Fehr: «Wer es noch nicht begriffen hat, der soll das spüren»

Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP).

Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP).

So äussert sich der Zürcher Sicherheitsdirektor zur Lage rund um das Corona-Virus.

«Recht und Ordnung herrschen, es gibt kein Chaos», sagte gestern Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP). Und er betonte, dass im Kanton Zürich das landesweit geltende Verbot für Veranstaltungen, an denen sich mehr als 100 Personen befinden, natürlich durchgesetzt werde. «Wer es jetzt noch nicht begriffen hat und meint, unsolidarisch sein zu müssen, der soll und wird das spüren.» Er gehe aber davon aus, dass inzwischen allen klar sei, dass die Regeln befolgt werden müssten.

Gestern hatte der Bundesrat im Weiteren entschieden, die Einreise von Personen aus Risikoländern und Risikoregionen einzuschränken. Damit will er «die Verbreitung des Corona-Virus verhindern und eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Pflege- und Heilmitteln gewährleisten», wie er mitteilte.
Das Eidgenössische Departement des Innern definiert nach Rücksprache mit dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten Länder oder Regionen, die als Risikoland oder Risikoregion bezeichnet werden. Derzeit gilt einzig Italien als Risikoland: «Personen aus Italien wird die Einreise in die Schweiz verweigert. Ausnahmen sind möglich, beispielsweise für Personen, die in der Schweiz wohnen oder arbeiten. Wer trotz Einreiseverbot einreisen will muss glaubhaft machen, dass eine der Ausnahmebestimmungen erfüllt ist», hält der Bundesrat fest.

Da ist auch der Kanton Zürich gefordert – auf dem Flughafen Zürich landen Maschinen aus Italien. Diesbezüglich sei man bereit, sagte Fehr gestern, der ungefähr zur Zeit der Medienkonferenz eine Landung aus Rom erwartete. Dem Zürcher Sicherheitsdirektor geht der Bundesrat aber zu wenig weit: «Die Liste muss rasch ergänzt werden», wiederholte Fehr vor den Medien eine Forderung, die er gegenüber Bern bereits erhoben hatte. Länder wie China, Südkorea oder Iran müssten ebenfalls darauf ausgeführt sein.

Die Sicherheitsorganisationen mit der Kantonspolizei und dem Zivilschutz unterstützen und helfen bei der Bewältigung der Herausforderungen. Gleichzeitig sorgen sie laut Sicherheitsdirektor Mario Fehr dafür, dass sie ihren Auftrag – den Schutz und die Sicherheit der Bevölkerung – jederzeit und uneingeschränkt erfüllen können werden. (og)

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