Mitarbeitende des Zoo Zürich haben am Donnerstagmorgen einen traurigen Fund gemacht: Ausserhalb des Geheges stiessen sie auf Überreste eines Hyazinth-Aras. Zoo-Kurator Robert Zingg geht davon aus, dass der wertvolle Papagei einem Marder zum Opfer gefallen ist.

Auf der Baustelle im Eingangsbereich stiessen die Zoo-Mitarbeiter dann auf den Kopf des Tieres. «Wir wissen also, dass eines der Tiere sicher tot ist», sagte Zingg am Freitag gegenüber dem Regionaljournal Zürich-Schaffhausen von «Radio SRF». «Wir müssen annehmen, dass der Marder diese Nacht wieder einmal sein Unwesen getrieben hat im Zoo.»

Vom zweiten Hyazinth-Ara des Zoos fehlt bislang jede Spur. Das Paar lebte bisher in der Anlage des «Pantanal», einer naturnahen Anlage, die dem gleichnamigen südamerikanischen Naturschutzgebiet nachempfunden ist. Hyazinth-Aras gelten als grösste Papageiart der Welt. Da sie von Tierjägern illegal gejagt werden, gelten die Bestände als stark bedroht.

Für Zingg ist es irritierend, dass es dem angreifenden Tier gelungen ist, den Ara zu überwältigen. «Wenn Aras zubeissen, ist das recht schmerzhaft.» Es müsse also eine Situation gewesen sein, in der sich der Vogel in einer ungünstigen Position befunden habe.

Dass Marder in den Zoo eindringen, kommt immer wieder vor. Gelegentlich seien sie hinter den Enten her, manchmal räumten sie auch ungeschützte Nester aus, wie Zingg sagte.