Wie Recherchen der "Handelszeitung" zeigen, hat die Manor-Muttergesellschaft Maus Frères dem Lebensversicherer ein Kaufangebot für die zwei von Manor gemieteten Liegenschaften vorgelegt.

Die Holding der schwerreichen Genfer Familien Maus und Nordmann bietet bis zu einer halbe Milliarde Franken. "Die Offerte aus Genf hat eine Bandbreite von 400 bis 500 Millionen Franken", sagt ein Gewährsmann, der bestens über die Vorgänge informiert ist. "Die Verhandlungen laufen."

Weder Manor noch Swiss Life wollen sich zur Kaufofferte äussern. "Kein Kommentar", heisst es bei Manor. Und ein Swiss-Life-Sprecher sagt, man nehme "zu Beziehungen mit Geschäftspartnern und Spekulationen keine Stellung". Die beiden Unternehmen streiten seit rund anderthalb Jahren vor Gericht um die Höhe der Miete, die Manor Swiss Life zahlen soll.

Der Versicherer möchte sie um den Faktor drei erhöhen, Manor wehrt sich dagegen. Letzte Woche wurden die Parteien vom Zürcher Obergericht in zweiter Instanz wieder zurück auf Feld 1 geschickt. Damit beginnt der Streit von Neuem, allerdings wird nicht vor dem Mietgericht, sondern vor dem Handelsgericht verhandelt.