Zürich
Mann nach Zürcher Fussball-Derby überprüft und freigelassen

Die Zürcher Stadtpolizei hat nach den Ausschreitungen beim Zürcher Fussball-Derby vom Sonntag einen Mann überprüft und wieder frei gelassen. Konkrete Hinweise hatten zum 24- Jährigen geführt. Er kann als Tatverdächtiger ausgeschlossen werden.

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 Beispiel aus dem Jahr 2011: Vermummte GC-Fans provozieren. Darauf stürmten FCZ-Fans von der Südkurve durch die neutrale Osttribüne und warfen eine Leuchtpetarde.
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 Schiedsrichter Sascha Kever unterbrach die Partie, da er der Meinung war, die Sicherheit sei nicht mehr gewährleistet.
 Als das Spiel abgebrochen wurde, führte GC mit 2:1.
 Die Stadtpolizei Zürich konnte Zusammenstösse ausserhalb des Stadions dank konsequenter Trennung der Fangruppen verhindern, wie sie am späteren Sonntagabend selber mitteilte.
 Im Verlauf des Abends hätten nämlich rund hundert Risikofans des FCZ im Kreis 5 noch einmal die Konfrontation mit gegnerischen Fangruppen gesucht.
 Die Clubleitungen zeigten sich nach dem Spiel ratlos. "Ich bin sprachlos", sagte GC-Präsident Roland Leutwiler gegenüber der "Tagesschau" im Schweizer Fernsehen.

Beispiel aus dem Jahr 2011: Vermummte GC-Fans provozieren. Darauf stürmten FCZ-Fans von der Südkurve durch die neutrale Osttribüne und warfen eine Leuchtpetarde.

Keystone

«Aufgrund der Medienberichte haben wir konkrete Hinweise auf den Mann bekommen», sagte Stadtpolizei-Sprecherin Judith Hödl am Mittwoch gegenüber der sda. Der 24-jährige Schweizer sei daraufhin gründlich überprüft worden. Die polizeilichen Abklärungen hätten ergeben, dass der Mann als Täter ausgeschlossen werden könne.

Nach den Vorfällen im Letzigrund-Stadion hatte die Stadtpolizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft Ermittlungen betreffend Gefährdung des Lebens, Landfriedensbruch sowie Raufhandel aufgenommen, wie sie in einer Mitteilung schreibt.

Noch nichts Spruchreif

Es seien zahlreiche Hinweise eingegangen, sagte Hödl. «Spruchreif ist jedoch noch nichts.» Sobald weitere Ermittlungsergebnisse vorlägen, würde die Polizei wieder informieren. Momentan sind die Spezialisten daran, das Videomaterial auszuwerten.