Zürich
Mann landet wegen einem Pack Guetsli vor Gericht

Ein Zürcher Organist wurde Ende Januar bei einem Streit von hinten mit einer Rolle «Toggenburgerli» beworfen. Der Angreifer wurde mit einer Busse wegen Tätlichkeit bestraft. Das reicht dem Opfer jedoch nicht.

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Eine solche Rolle Toggenburgerli wurde als Wurfgeschoss missbraucht.png

Eine solche Rolle Toggenburgerli wurde als Wurfgeschoss missbraucht.png

Kägi AG

Der 45-jährige Musiklehrer habe am 28. Januar beobachtet, wie sich ein Unbekannter an den Briefkästen seines Wohnhauses zu schaffen gemacht habe, berichten verschiedene Quellen. Als er den Mann zu Rede gestellt habe, sei es zum Streit gekommen. Der Organist habe daraufhin Abstand gesucht, der 50-jährige kubanische Automechaniker hingegen habe ihn von hinten mit Guetsli beworfen und sei daraufhin geflohen. Trotz Schmerzen im Arm sei ihm der Organist bis zum Bellevue gefolgt, wo die Polizei den Angreifer habe verhaften können. Er sei zu einer Busse von 200 Franken wegen Tätlichkeit verurteil worden.

Den Angegriffenen plagen seither Angstzustände, und er habe den Fall wegen Körperverletzung vors Bezirksgericht weitergezogen. Der Angeklagte sei hingegen nicht zum Prozess erschienen. Das Urteil folge später. (fwa)