Zürich
Mädchenhaus wird mehr gebraucht denn je: 184 Beratungen im 2013

Das Mädchenhaus Zürich war im letzten Jahr voll ausgelastet. 38 Mädchen und junge Frauen wurden im Jahr 2013 stationär betreut. Neun hilfesuchende Mädchen mussten an andere Institutionen vermittelt werden, da das Mädchenhaus keinen Platz mehr hatte.

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Das Logo des Mädchenhauses in Zürich.

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Zur Verfügung gestellt

Die Opferberatungsstelle des Mädchenhauses hat letztes Jahr 184 telefonische oder ambulante Beratungen von gewaltbetroffenen Mädchen und jungen Frauen, deren Bezugspersonen oder Fachpersonen durchgeführt. Dies teilte das Mädchenhaus am Dienstagabend mit.

Viele der Mädchen und jungen Frauen, die im Mädchenhaus Schutz und Unterstützung gesucht haben, seien durch die erlebte Gewalt traumatisiert, heisst es weiter.

Während ihres Aufenthalts im Mädchenhaus zeigten sich bei ihnen oftmals Folgeerscheinungen der Gewalt wie zum Beispiel Schlaf- oder Essstörungen, selbstverletzendes Verhalten oder gar Suizidalität.

Das Mädchenhaus Zürich bietet Beratung und Wohnraum für junge Frauen zwischen 14 und 20 Jahren, die von sexueller, psychischer oder physischer Gewalt betroffen sind. Neben den Opfern können sich auch Fach- oder Vertrauenspersonen beraten lassen.

Gegründet wurde das Mädchenhaus Zürich 1994. Es ist schweizweit das einzige seiner Art. Um den bedrohten jungen Frauen den bestmöglichen Schutz zu bieten, befindet sich die stationäre Kriseninterventionsstelle an einem geheimen Standort.