Die Zugssicherung löste zwar eine Zwangsbremsung aus. Die S-Bahn geriet dennoch in den Gleisbereich des herannahenden Interregios, und es kam zu einer seitlichen Kollision. Dabei wurden zwei Personen schwer und fünf leicht verletzt.

Die SUST stellte bei ihren Ermittlungen unter anderem fest, dass die Signale beim Bahnhof im Zürcher Weinland schlecht platziert sind: Signalstellungen seien "vom betreffenden Lokpersonal irrtümlich auf den eigenen Zug bezogen" worden.

Dazu beigetragen habe auch die unterschiedliche Leuchtintensität der Signale, die "eine Verwechslung erleichterten". Auch der selbstauferlegte Zeitdruck des Lokführers trug dazu bei.

Weiter habe unter anderem die Art der Zusammenarbeit im Führerstand das Erkennen des Fehlers verunmöglicht und die vorhandene Sicherheitsausrüstung habe den Unfall nicht verhindern können.

Anhaltspunkte für eine eingeschränkte Diensttauglichkeit der beteiligten Personen gibt es gemäss SUST aber nicht.

«Der Unfall von Rafz hätte verhindert werden können»: Mani Haller, Leiter Zugführung bei den SBB, über die neue Warn-App.

«Der Unfall von Rafz hätte verhindert werden können»: Mani Haller, Leiter Zugführung bei den SBB, über die neue Warn-App.

Wenn ein SBB-Lokomotivführer in einem Bahnhof trotz Rotlicht anfahren will, so erscheint auf seinem iPad im Führerstand neu eine akustische und visuelle Warnung. Dafür sorgt die WarnApp, die am Mittwoch in Olten vorgestellt wurde.