Das KSW und das USZ hätten die Leistungsaufträge kompetent und mit grossem Engagement umgesetzt, waren sich die Fraktionen bei der Behandlung der Jahresberichte einig. Dass beide Spitäler nach dem Wechsel zu Fallkostenpauschalen Gewinne erzielen konnten, bezeichnete Hans-Peter Portmann, Präsident der Aufsichtskommission Bildung und Gesundheit, als nicht selbstverständlich.

Besorgt zeigte sich Portmann über die Dauer des Planungsprozesses beim Modulbau des Unispitals. Der Übergangsbau sei unverzichtbar für die bauliche Gesamterneuerung des USZ und müsse 2015 bereitstehen, sagte der Kommissionspräsident. Weil das Gebäude im geschützten Park gebaut werden soll, braucht es jedoch eine Ausnahmebewilligung.

Die kantonale Baudirektion hatte das Baugesuch für den Modulbau im Frühling 2012 bei der Stadt Zürich eingereicht. Anderthalb Jahre später warte der Kanton noch immer auf einen Entscheid, stellte Portmann fest.

Es müsse sogar befürchtet werden, dass die Ausnahmebewilligung nicht erteilt werde. Er habe den Eindruck, dass da Leute am Werk seien, die nicht zukunftsgerichtet seien, sondern ideologisch entscheiden.

Zu wichtig für den Kanton Zürich

Auch Willy Haderer (SVP, Unterengstringen) ärgerte sich über die Verzögerungstaktik der Stadt. Die Selbstüberschätzung und Überheblichkeit, die da zutage komme, könne nicht genug betont werden. Es müsse endlich ein Umdenken stattfinden, wenn ein Scherbenhaufen vermieden werden solle.

Die Stadt Zürich müsse sich bewusst sein, was sie mit einer Verweigerung der Baubewilligung anrichte, warnte Urs Lauffer (FDP, Zürich). Das dürfe nicht passieren. Das USZ sei zu wichtig für den Kanton, aber auch für die Stadt Zürich.

Auch für Hanspeter Göldi (SP, Meilen) ist klar: "Der Modulbau ist dringlich. Wir hoffen deshalb, dass die Bewilligung endlich erteilt wird." Es gehe nicht um Ideologien, sondern um klare und rasche Entscheide.

Den bürgerlichen Frontalangriff auf den Zürcher Stadtrat konnte Esther Guyer (Grüne, Zürich) nicht akzeptieren. Die Kritik sei unverhältnismässig und wirke sich negativ auf das Gesprächsklima aus.

Das Ganze erinnere ein wenig an die endlosen Streitereien zwischen Stadt- und Kantonspolizei, sagte Guyer. Sie hofft, dass beim USZ nicht der gleiche Weg beschritten wird. Die Stadt könne nicht einfach Regeln missachten, weil Zeitdruck bestehe.