Spitalkosten
«Limmi» ist das zweitgünstigste Spital im Kanton Zürich

Die Durchschnitts-Fallkosten in den Zürcher Spitälern sind 2013 im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. Mit 8473 Franken war die Klinik Adus Medica in Dielsdorf am günstigsten. Das Spital Limmattal liegt mit 8933 Franken auf dem zweiten Platz.

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Für den Fallkostenvergleich wurden 19 Zürcher Akutspitäler einbezogen. Das «Limmi» war am zweitgünstigsten. JK

Für den Fallkostenvergleich wurden 19 Zürcher Akutspitäler einbezogen. Das «Limmi» war am zweitgünstigsten. JK

Die höchsten Fallkosten verzeichnete mit 11'530 Franken das Spital Männedorf.

Für den Fallkostenvergleich wurden 19 Zürcher Akutspitäler einbezogen, die 2013 mindestens 200 akutsomatische Patienten behandelt haben, wie die Gesundheitsdirektion am Freitag mitteilte. Erstmals dabei waren die Universitätsklinik Balgrist. Zudem wurden die Standorte Horgen und Kilchberg des See-Spitals neu einzeln erfasst.

Fallkostenvergleich 2013

Adus Medica: 8475 Franken

Spital Limmattal: 8933 Franken

Uroviva: 9275 Franken

Spital Bülach: 9337 Franken

Spital Uster: 9413 Franken

Limmatklinik: 9424 Franken

Kantonsspital Winterthur: 9495 Franken

See-Spital, Horgen: 9544 Franken

Schulthess-Klinik: 9562 Franken

Universitätsklinik Balgrist: 9569 Franken

GZO Spital Wetzikon: 9662 Franken

Klinik Hirslanden: 9691 Franken

See-Spital, Kilchberg: 9692 Franken

Spital Zollikerberg: 9845 Franken

Paracelsus-Spital: 10277 Franken

Spital Affoltern: 10327 Franken

Stadtspital Triemli: 10526 Franken

Stadtspital Waid: 10805 Franken

Spital Männedorf: 11530 Franken

Erfreulich sei, dass einige Spitäler, die früher vergleichsweise hohe Fallkosten aufwiesen, diese im vergangenen Jahr senken konnten, heisst es in der Mitteilung. So gingen beispielsweise die Fallkosten des Spitals Zollikerberg um beinahe 3 Prozent zurück. Demgegenüber stiegen diese in den Spitälern Männedorf und Affoltern die um rund 5 Prozent.

Fallschwere berücksichtigt

Die Zürcher Listenspitäler haben im vergangenen Jahr insgesamt 208'000 Patientinnen und Patienten stationär behandelt. Für den Vergleich wird jeweils mit dem Klassifikationssystem SwissDRG für jeden Patienten die Fallschwere festgelegt.

Mit einem durchschnittlichen Schweregrad von 1.119 liegt der Kanton Zürich laut Mitteilung um rund 10 Prozent über dem nationalen Durchschnitt. Das verdeutliche die überregionale Bedeutung der Zürcher Listenspitäler in der spezialisierten und hochspezialisierten Medizin, schreibt die Gesundheitsdirektion.

In der Kostenberechnung ist die Fallschwere berücksichtigt. Als Benchmark-Spital dient das Spital, dessen Kosten auf dem 40. Perzentil - also leicht unter dem Durchschnitt - liegen.

Im vergangenen Jahr war dies das See-Spital am Standort Horgen mit Fallkosten von 9544 Franken. Laut Gesundheitdirektion bestätigt dieser Wert sowohl die Angemessenheit der Tarife, die der Regierungsrat im Frühjahr 2013 festgelegt hatte, als auch der Verträge, welche die Tarifpartner für die Jahre 2013/2014 miteinander abgeschlossen haben. (sda/az)

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