Zürich
«Lieber Stadtgrün statt Klimaanlagen» - Mit Pocket Parks gegen den Klimawandel

In der Stadt Zürich sollen Pocket-Parks für ein angenehmeres Klima sorgen. Eine Mehrheit des Zürcher Gemeinderates hat am späten Mittwochabend einen entsprechenden Änderungsantrag im regionalen Richtplan unterstützt.

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Nicht restlos geklärt wurde, was Pocket Parks genau sind. Sie sind als kleine gärtnerisch gestaltete Fläche zu verstehen, die zuvor als „toter“ Winkel vornehmlich in Städten ungenutzt oder brach liegen blieb.

Nicht restlos geklärt wurde, was Pocket Parks genau sind. Sie sind als kleine gärtnerisch gestaltete Fläche zu verstehen, die zuvor als „toter“ Winkel vornehmlich in Städten ungenutzt oder brach liegen blieb.

Zur Verfügung gestellt

Nicht restlos geklärt wurde in der Debatte, was Pocket-Parks genau sind. Ein Ratsmitglied bezeichnete sie als Rabättli. Andere sprachen von Kleinstflächen, aber auch von Baumgruppen.

Die Pocket-Park-Idee stammt von den Grünen. Unterstützung erhielt sie von SP, AL und GLP. Dagegen sprachen sich SVP, FDP und CVP aus.

"Lieber Stadtgrün statt Klimaanlagen"

Nach Ansicht der Ratsmehrheit muss dem Grünraum in einer verdichteten Stadt hohe Aufmerksamkeit geschenkt werden. Je höher die bauliche Dichte sei, desto wichtiger seien Grün- und Freiräume.

Grünräume seien wichtige Mittel zur Bekämpfung von Lärm, Staub und Hitze, sagte ein Sprecher der Grünen. Hier könnten Pocket-Parks einen grossen Beitrag leisten. "Wir haben lieber Stadtgrün statt Klimaanlagen", sagte er weiter.

Die Gegner argumentierten vor allem, dass der Richtplan nicht der richtige Ort sei, um die Pocket-Park-Forderung zu deponieren. Der offen formulierte Stadtratsantrag genüge. Er war noch von der Grünen Stadträtin Ruth Genner erarbeitet worden.

Um die negativen Auswirkungen des Klimawandels auf die Bevölkerung gering zu halten, soll zudem das bestehende Grünvolumen möglichst erhalten werden. Das heisst, ein grosser Baum kann nicht einfach durch einen kleinen ersetzt werden.