Betrug
Liebe vorgegaukelt und Geld abgenommen: Zürcher Chirurg muss vor Gericht

Die Staatsanwaltschaft hat einen 61-jährigen Chirurgen wegen mehrfachen Betrugs angeklagt. Er soll mehreren Frauen Liebe vorgespielt und ihnen danach Geld abgenommen haben.

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Keystone

Ein 61-jähriger Arzt aus dem Kanton Zürich soll mehreren Frauen Liebe vorgegaukelt und sie darauf ausgenommen haben. Die Staatsanwaltschaft hat ihn wegen mehrfachen Betrugs angeklagt; die Anklage sei im September beim Bezirksgericht Winterthur eingereicht worden, sagt Corinne Bouvard, Sprecherin der Zürcher Oberstaatsanwaltschaft, der «NZZ am Sonntag».

Dem Chirurgen wird vorgeworfen, mehreren Frauen Geld abgenommen zu haben. Er gab vor, in sie verliebt zu sein, bat sie um Geld und zahlte es ihnen nicht mehr zurück. So betrog er sie um einen sechsstelligen Betrag. Die Staatsanwaltschaft beantragt dem Gericht, den Mann wegen mehrfachen Betrugs zu einer unbedingten Freiheitsstrafe zu verurteilen.

Zudem soll eine bedingte Strafe aus dem Jahr 2013 vollzogen werden. Der Anwalt des Angeklagten habe sich zu den Vorwürfen nicht äussern wollen, schreibt die «NZZ am Sonntag». Der Arzt hatte Frauen bereits in den Jahren zwischen 2008 und 2012 in praktisch gleicher Art und Weise ausgenommen und sie um mehrere Hunderttausend Franken betrogen. In der Folge verurteilte ihn das Regionalgericht Bern-Mittelland zu einer teilbedingten Strafe von 30 Monaten.

12 Monate sprach es unbedingt aus, 18 Monate bedingt, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt. Vor dem Regionalgericht hatte der Chirurg gesagt, er leide unter Depressionen und könne keiner geregelten Arbeit nachgehen. Fest steht aber, dass er vorher und nachher als Arzt arbeitete.