Todesfall
Letzter Zürcher Stadtrat der SVP: Kurt Egloff gestorben

Der frühere Zürcher Stadtrat Kurt Egloff ist tot. Er starb laut Traueranzeigen vom Mittwoch bereits am 12. Januar einen Tag vor seinem 87. Geburtstag. Egloff war der letzte SVP-Vertreter in der heute rot-grünen Stadtregierung. Dieser gehörte er von 1982 bis 1990 als Schulvorstand an.

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Trauer um Kurt Egloff – er verstarb einen Tag vor seinem 87. Geburtstag. (Symbolbild)

Trauer um Kurt Egloff – er verstarb einen Tag vor seinem 87. Geburtstag. (Symbolbild)

KEYSTONE/AP/ESTEBAN FELIX

Unter dem ursprünglich aus Aesch ZH stammenden Lehrer hätten sich die Stadtzürcher Schulen einen Namen als Pionier gemacht, schreibt der heutige Stadtrat in einer Todesanzeige. Egloff führte etwa Informatik als Freifach ein sowie die Drogen- und Suchtprophylaxe im Unterricht. In seine Amtszeit fiel demnach auch ein Ausbau der städtischen Sportinfrastruktur.

Vor den Wahlen 1990 geriet Egloff in Turbulenzen. Er wurde wegen einer Amtsgeheimnisverletzung gebüsst, weil er geheime Unterlagen zur Revision der städtischen Bau- und Zonenordnung an Aussenstehende weitergereicht hatte. Daraufhin verzichtete er auf eine erneute Kandidatur.

Egloff war vor seiner Wahl in die Zürcher Stadtregierung Gemeindepräsident der Limmattaler Gemeinde Aesch, Bezirksrat und Kantonsrat. Er arbeitete als Geschäftsführer des kantonalen Gewerbeverbands. Von 1980 bis 1997 amtete er als Vorstandsmitglied des Zürcher Hauseigentümerverbands. Sein Sohn Hans Egloff ist seit 2011 Zürcher SVP-Nationalrat.