Seit Mitte Dezember stehen in Zürich zwei Dutzend Fahrräder der Firma Publibike. Bisher fuhren vor allem Mitarbeiter des Tiefbauamts damit, um Erfahrungen mit dem Betrieb der Leih-Velos und den Teststationen am Beatenplatz, am Werdmühleplatz und beim Westpark zu sammeln, wie Publibike-Geschäftsführer Bruno Rohner gegenüber dem "Tages-Anzeiger" bestätigt.

Ab heute Montag beginnt die zweite Testphase, in der das Verleihsystem intensiv ausprobiert wird. Dazu fahren Mitarbeiter verschiedener Partnerfirmen mit den Velos. Gemäss Rohner sei aber jedermann eingeladen, mitzumachen. An Werktagen von 11 bis 14 Uhr und am Samstag von 13 bis 16.30 Uhr stehen zudem Mitarbeiter von Publibike an der Station beim Beatenplatz und geben Auskunft.

Nach Abschluss der Testphase im Frühling sollen an 35 Standorten 500 Fahrräder ausgeliehen werden können. Die Anzahl der Velos soll anschliessend Schritt für Schritt auf 2250 an rund 150 Stationen erhöht werden. Die Stationen sollen sich schliesslich in der City, Altstetten, Wipkingen, Oberstrass, Seefeld, Wollishofen, Affoltern, Oerlikon und Schwamendingen befinden.

Grosse Konkurrenz

Die Zürcherinnen und Zürcher mussten lange auf die Fahrräder von Publibike warten. 2014 hatte das Tiefbauamt ein automatisches Verleihsystem ausgeschrieben, wofür Publibike 2015 den Zuschlag erhielt. Der Start des Projekts Züri-Velo verzögerte sich allerdings, weil sich ein Mitbewerber bis vor Bundesgericht gegen den Entscheid wehrte. Jetzt ist man spät dran, da in Zürich mittlerweile bereits Fahrräder von Firmen wie O-Bike, Smide oder Limebike verfügar sind.

Der grossen Konkurrenz sei man sich bewusst, so Rohner zum "Tages-Anzeiger". Durch die fixen Stationen sei jederzeit klar, wo sich die Velos befänden, und es würden immer genügend Fahrräder bereitstehen. Die Ausleihe funktioniert dabei nicht nur per App, sondern auch mit dem Swiss Pass. Ausserdem arbeitet Publibike mit der ETH zusammen, um auch die Ausleihe per Studentenausweis ermöglichen zu können.