Stichtag Kindergarteneintritt
"Lehrpersonen wickeln keine Kinder" - Zürcher Verbände fordern neue Lösungsansätze

Mit der Verschiebung des Stichtags für den Kindergarteneintritt werden im Kanton Zürich die jüngsten Kinder mit vier Jahren eingeschult. Manche dieser Kinder tragen noch Windeln. Lehrpersonen sollen aber keine Windeln wechseln, ist für die Verbände klar.

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Weil der Stichtag für den Kindergarteneintritt vom 30.April auf den 31. Juli verschoben wird, werden die jüngsten Kinder mit knapp vier Jahren eingeschult.

Weil der Stichtag für den Kindergarteneintritt vom 30.April auf den 31. Juli verschoben wird, werden die jüngsten Kinder mit knapp vier Jahren eingeschult.

Kenneth Nars

Durch HarmoS wird der Stichtag für den Kindergarteneintritt im Kanton Zürich bis zum Schuljahr 2019/2020 schrittweise vom 30. April auf den 31. Juli verschoben. Die jüngsten Kinder werden dann mit ein wenig mehr als vier Jahren eingeschult.

Ausser dem Alter gibt es für den Kindergarten aber keine Aufnahmebedingung. Damit wird auch die Zahl der Kinder steigen, die noch Windeln tragen. Bereits heute gebe es immer mehr Kindergärtler mit Windeln, teilten der Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband (ZLV) und der Verband der Kindergartenlehrpersonen (VKZ) am Freitag mit.

Sind die Windeln voll, werden momentan die Eltern aufgeboten. Diese seien aber meist nicht erfreut oder gar nicht erreichbar, heisst es weiter.

Die Kindergartenlehrpersonen seien aber für eine ganze Klasse zuständig, die sie nicht unbeaufsichtigt lassen können. Zudem fehle für das Wechseln der Windeln Personal und zusätzlicher Raum mit Wickeltischen.

Der ZLV und der VKZ fordern deshalb von allen Beteiligten, neue Lösungsansätze zu entwickeln. Für solche Situationen müssten die Schulen vor Schulbeginn klare Richtlinien und Zuständigkeiten festlegen. In ihrem Positionspapier machen die Verbände zudem ihre Haltung klar: "Lehrpersonen wickeln keine Kinder."