Lehrerlöhne
Lehrkräfte mit «schwierigen Klassen» sollen künftig einen Bonus erhalten

Lehrerinnen und Lehrer, die im Kanton Zürich eine «schwierige» Klasse unterrichten, sollen dafür finanziell belohnt werden. Die Gemeinden sollen ihnen einen Bonus zahlen. Der Kantonsrat muss das Vorhaben des Regierungsrates noch genehmigen.

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Blick ins Klassenzimmer (Symbolbild/Archiv)

Blick ins Klassenzimmer (Symbolbild/Archiv)

Solothurner Zeitung

Von der Regel könnten grundsätzlich alle Lehrpersonen und Schulleitende profitieren, schreibt der Regierungsrat in einer Mitteilung vom Donnerstag. Der Bonus könne vom Kindergarten bis zur Oberstufe ausgeschüttet werden, sagte Martin Wendelspiess, Chef des Zürcher Volksschulamtes, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Der Zustupf gehe beispielsweise an Lehrer, die besonders grosse Klassen unterrichteten, viele Neuzuzüger in einer Klasse hätten oder Sonderschüler integrierten. Auch das Unterrichten schwieriger Schülerinnen und Schüler soll finanziell belohnt werden. Über die detaillierte Verteilung entscheidet die Schulpflege einer Gemeinde.

Sie meldet der kantonalen Bildungsdirektion, ob sie den Betrag an eine einzige Person ausrichtet oder ob die Summe aufgeteilt wird. Das Geld wird einmal jährlich ausgeschüttet. Der Kanton richtet sich bei der Verteilung des Betrages nach der Stellenzahl in den einzelnen Gemeinden.

Inkraftsetzung auf nächstes Jahr geplant

Bisher erhielten Lehrpersonen finanzielle Zulagen, die eine Klasse mit unterschiedlichen Jahrgängen unterrichteten, weil sie mehr Stoff vorbereiten mussten als Lehrer der Jahrgangsklassen. Für zwei verschiedene Jahrgänge gab es rund 3300 Franken pro Klasse, für drei oder mehr Jahrgänge rund 6700 Franken pro Klasse.

Heute bestünden in Klassen mit Schülern gleichen Jahrgangs zum Teil grosse Leistungsunterschiede, weshalb man die Verteilung offener gestalten wolle, sagte Wendelspiess. Die Gemeinden könnten die alte Regel mit den Jahrgängen aber nach wie vor anwenden.

Wendelspiess rechnet damit, dass die Vorlage diesen Herbst oder Winter in den Kantonsrat kommt. Gibt dieser grünes Licht, könnte die neue Vorlage am 1. Januar 2012 inkrafttreten.