Zürich
Legionellen verschmutzen das Wasser der Science City auf dem Hönggerberg

Bei einer Untersuchung des Warmwassers in einem Labor- und Forschungsgebäude der ETH Hönggerberg fanden Fachleute letzte Woche eine erhöhte Konzentration an Legionellen. Diese können die so genannte «Legionärskrankheit» verursachen.

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In einem Gebäude der ETH Hönggerberg wurden Legionellen im Wasser festgestellt (Symbolbild)

In einem Gebäude der ETH Hönggerberg wurden Legionellen im Wasser festgestellt (Symbolbild)

Keystone

Im Trinkwasser seien 2 bis 7 Millionen Keime pro Liter gemessen worden. Der Richtwert des BAG liege bei 10'000 Keimen, wie der «Tagesanzeiger» schreibt.

Die Bakterien kommen in feuchten Umgebungen vor und fühlen sich dort besonders wohl, wo das Wasser nicht ständig erneuert werde und eine Temperatur zwischen 25 und 45 Grad herrsche, also etwa in Duschköpfen oder Klimaanlagen.

Die ETH habe die Duschen im betroffenen Gebäude gesperrt und die Benutzer angewiesen, kein Warmwasser in Laboren, Toiletten und Küchen zu verwenden, erklärt Franziska Schmid von der ETH- Medienstelle gegenüber dem «Tagesanzeiger». Einige Studenten haben gleichwohl Kritik geübt, da die Information erst zwei Tage nach der ersten Untersuchung veröffentlich worden seien. Eine Person sei zwischenzeitlich gar mit Verdacht auf Legionärskrankheit ins Krankenhaus eingeliefert worden. Der Verdacht habe sich allerdings nicht verhärtet. (fwa)