Street Parade

Laut, bunt, überdreht: Das Techno-Spektakel wogte durch Zürich

Zum 23. Mal hat am Samstag die Street Parade die Stadt Zürich zum Vibrieren gebracht. Vom frühen Nachmittag an waren die Lautsprecher aufgedreht und tanzte eine bunte, überdrehte Menge von hunderttausenden Techno-und House-Fans ums Seebecken.

Rund 30 Lovemobiles sorgten für den nötigen Sound, phon-kräftig unterstützt von sechs Bühnen entlang der Route. Insgesamt über 200 nationale und internationale DJs legten auf. Für noch mehr Abwechslung sorgten zahlreiche Dance-Crews und Live-Acts.

Spärlich bekleidete, bunt bemalte oder schrill kostümierte Raver waren wie immer beliebte Fotosujets. Die meisten allerdings genossen die gigantische Party in ganz gewöhnlichen Freizeitkleidern.

Um 14 startete der Umzug im Seefeld, bereits eine Stunde zuvor begann die dröhnende Musik, die Menge auf das Ereignis einzustimmen. Am rechten Zürichseeufer entlang ging's via Bellevue und Bürkliplatz zum Hafen Enge auf der gegenüberliegenden Seeseite. Nach dem Umzug feierten die Unermüdlichen an zahlreichen Partys weiter bis in den Sonntagmorgen hinein.

«Die Stimmung war hervorragend und friedlich und verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle», heisst es von seiten der Veranstalter.

Verschiebung wegen Leichtathletik-EM

Wie im letzten Jahr waren es 950'000, in den Rekordjahren 2001, 2004 und 2005 je mehr als eine Million. Die allererste Ausgabe der Street Parade fand 1992 statt: im Mini-Format mit grade mal 1000 Ravern und zwei Lovemobiles.

Die Street Parade 2014 aus der Vogelperspektive

Die Street Parade 2014 aus der Vogelperspektive

Erstmals fand dieses Jahr die Street Parade am ersten und nicht am zweiten August-Wochenende statt. So wurden Termin-Kollisionen mit der Leichtathletik-EM vermieden. Ob die Verschiebung sich auf die Teilnehmerzahl auswirkt, ist noch unklar.

Für die An- und Abreise zur Street Parade setzten die SBB mehr als 100 Extra- und Nachtzüge ein. Auch in der Region Zürich fuhr der öffentliche Verkehr die ganze Nacht durch.

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