Street Parade
Laut, bunt, überdreht: Das Techno-Spektakel wogte durch Zürich

Zum 23. Mal hat am Samstag die Street Parade die Stadt Zürich zum Vibrieren gebracht. Vom frühen Nachmittag an waren die Lautsprecher aufgedreht und tanzte eine bunte, überdrehte Menge von hunderttausenden Techno-und House-Fans ums Seebecken.

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950'000 Menschen feierten rund ums Seebecken
39 Bilder
Eines der Lovemobile bahnt sich seinen Weg durch die Menge.
Ja ist denn schon Weihnachten - für diese beiden Tänzerinnen schon
Hasenohren und Miniröckchen sind auch Männersache - zumindest an der Street Parade
Nur Jesus kann euch befreien, schreite dieser Bibelfanatiker ins Megafon
Manche konnten es nicht lassen und zündeten an der Parade Böller vom Vortag
Diese zwei liessen sich von exotischen Tieren inspirieren
Mal knapp, mal bunt, die Outfits der Partygänger
Diese Krankenschwestern haben ihre Hosen zuhause vergessen
Diese Damen gaben sich beim Schminken besonders Mühe
Der fast leere Utoquai, nachdem das letzte Lovemobil durchgefahren ist
Der Randstein als Festbank - viele Partygänger genossen es, auch einmal absitzen zu können
Alle sind gut zu einander - an der Street Parade spielten manche auch mit Worten
Raver ganz in schwarz
Nicht jeder ist knapp oder neonfarben gekleidet
Wo gibts die besten Bässe?
Etwas Abkühlung am Bellevue geniessen diese Limmatspringer
Hier fährt der erste Wagen los
Lasst die Party beginnen - Tänzerinnen auf dem Wagen Nummer 1
Rot-weiss-rot: Vielleicht waren sie am 1.August schon so unterwegs
Am Bellevue sind auch Indianer vertreten
Land ahoi - Matrosen an der Streetparade
Auch Anonymous schaut bei der Streetparade vorbei
Diese Herren verbreiten mit dem Megafon die Botschaft Christi
Ob sie noch etwas hört mit den Ohrschützern
Oranger gehts nicht, wie diese zwei beweisen
An der Streetparade sind alle Generationen willkommen
Bei der Bühne am Bürkliplatz gabs schon ab 13 Uhr was auf die Ohren

950'000 Menschen feierten rund ums Seebecken

Keystone

Rund 30 Lovemobiles sorgten für den nötigen Sound, phon-kräftig unterstützt von sechs Bühnen entlang der Route. Insgesamt über 200 nationale und internationale DJs legten auf. Für noch mehr Abwechslung sorgten zahlreiche Dance-Crews und Live-Acts.

Spärlich bekleidete, bunt bemalte oder schrill kostümierte Raver waren wie immer beliebte Fotosujets. Die meisten allerdings genossen die gigantische Party in ganz gewöhnlichen Freizeitkleidern.

Um 14 startete der Umzug im Seefeld, bereits eine Stunde zuvor begann die dröhnende Musik, die Menge auf das Ereignis einzustimmen. Am rechten Zürichseeufer entlang ging's via Bellevue und Bürkliplatz zum Hafen Enge auf der gegenüberliegenden Seeseite. Nach dem Umzug feierten die Unermüdlichen an zahlreichen Partys weiter bis in den Sonntagmorgen hinein.

«Die Stimmung war hervorragend und friedlich und verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle», heisst es von seiten der Veranstalter.

Verschiebung wegen Leichtathletik-EM

Wie im letzten Jahr waren es 950'000, in den Rekordjahren 2001, 2004 und 2005 je mehr als eine Million. Die allererste Ausgabe der Street Parade fand 1992 statt: im Mini-Format mit grade mal 1000 Ravern und zwei Lovemobiles.

Erstmals fand dieses Jahr die Street Parade am ersten und nicht am zweiten August-Wochenende statt. So wurden Termin-Kollisionen mit der Leichtathletik-EM vermieden. Ob die Verschiebung sich auf die Teilnehmerzahl auswirkt, ist noch unklar.

Für die An- und Abreise zur Street Parade setzten die SBB mehr als 100 Extra- und Nachtzüge ein. Auch in der Region Zürich fuhr der öffentliche Verkehr die ganze Nacht durch.