Auszeichnung
Latsis-Preis der ETH geht an 32-jährige Mathematikerin Tanja Stadler

Die Jungforscherin erhält mit dem Latsis-Preis den bedeutendsten Preis für ETH-Nachwuchsforscher. Mit mathematischen Modellen untersucht sie wie Arten sich stammesgeschichtlich bilden oder vergehen und wie epidemische Infektionskrankheiten entstehen.

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Das Hauptgebäude der ETH Zürich (Archiv)

Das Hauptgebäude der ETH Zürich (Archiv)

Keystone

Die 32-jährige Mathematikerin Tanja Stadler erhält den mit 25'000 Franken dotierten Latsis-Preis der ETH Zürich. Die Jungforscherin untersucht mittels mathematischer Modelle, wie Arten sich stammesgeschichtlich bilden oder vergehen und wie epidemische Infektionskrankheiten entstehen.

Die Deutsche Tanja Stadler kam 2008 als Postdoc an die ETH Zürich. Seit 2011 ist sie Junior-Gruppenleiterin am Institut für Integrative Biologie (IBZ). Künftig wird sie ihre Forschungen als Assistenzprofessorin am Departement für Biosysteme (D-BSSE) in Basel weiterführen, wie die ETH am Freitag mitteilte.

Den diesjährigen Latsis-Preis erhält Stadler für ihre Beiträge zur stammesgeschichtlichen Rekontruktion. «Ich versuche zu verstehen, was in der Vergangenheit geschehen ist, um Voraussagen über die Zukunft zu treffen», wird die Preisträgerin in der Mitteilung zitiert.

Anders als in der klassischen Paläontologie grabe Stadler aber nicht nach Fossilien, sondern nutze Erbinformationen, mathematische Modelle und statistisches Geschick.

Beim Latsis-Preis handelt es sich um den bedeutendsten Preis für ETH-Nachwuchsforschende. Der von der Fondation Latsis Internationale gestiftete Preis wird seit 1985 vergeben.