Kanton Zürich
Kurzfilme demonstrieren frühkindliches Lernen im Alltag

Mit dem Projekt "Lerngelegenheiten für Kinder bis 4" schliesst die Zürcher Bildungsdirektion eine Lücke in der Frühen Förderung. Zum Projekt gehören 40 Kurzfilme, die Alltagsszenen mit kleinen Kindern zeigen - und das Lernpotenzial darin.

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Von der analogen in die digitale Welt: Livia, Mauro und Lena lernen spielerisch den Umgang mit älteren und neuen Medien.

Von der analogen in die digitale Welt: Livia, Mauro und Lena lernen spielerisch den Umgang mit älteren und neuen Medien.

zvg

Die dreijährige Mara versucht unbeirrt, eine Kniesocke anzuziehen, die neun Monate alte Melina untersucht Wäscheklammern und der bald fünfjährige Ilke baut zusammen mit seinem Vater und der kleinen Schwester ein grosses Legogebäude. Diese drei und viele andere kleine Begebenheiten zeigen die rund zweieinhalb- bis vierminütigen Filme.

Natürlich könnte die Kita-Erzieherin der kleinen Mara huschhusch die Socken anziehen, Melinas Mutter könnte ihrem Töchterchen die Klammern wegnehmen und sie hübsch ins Körbchen zurücklegen, und Ilkes Papa könnte gemütlich fernsehen statt mit den Kindern zu spielen.

Das am Freitag den Medien vorgestellte Projekt will aber gerade vermitteln, dass gerade in solch unspektakulären Situationen kleine Kinder viel lernen und dass Eltern und Betreuungspersonen zahllose Möglichkeiten haben, ihr Kind zu fördern. Bloss: Etwas Geduld und Einfühlungsvermögen muss schon sein.

Die in zwölf Sprachen übersetzten Filme sollen möglichst viele Eltern und Bezugspersonen von kleinen Kindern erreichen. Über die Website www.kinder-4.ch sind sie frei zugänglich. Sie sind nach Themen, Alter oder alphabetisch geordnet. Zudem werden sie in Mütter- und Väterberatungen, Erziehungsberatungen, Kitas, Tagesfamilien oder Spielgruppen eingesetzt.

Finanziert aus Lotteriefonds

Das Projekt "Lerngelegenheiten für Kinder bis 4" ist pädagogisch abgestützt durch den "Orientierungsrahmen für frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung in der Schweiz". Dieser wurde 2012 lanciert vom Netzwerk Kinderbetreuung Schweiz und der schweizerischen Unesco-Kommission.

Heidi Simoni, Direktorin des Marie-Meierhofer-Instituts für das Kind, leitet die Filmproduktion. Finanziert wurde das Projekt aus dem Lotteriefonds des Kantons Zürich sowie von verschiedenen Stiftungen.