Die 37-jährige, in Malaysia wohnhafte Tamilin hat vor Gericht gestanden, zwei Personen bei der rechtswidrigen Einreise in die Schweiz geholfen zu haben. Dazu traf sie sich am 23. Oktober in Kuala Lumpur mit den beiden sri-lankischen Männern, wie die "NZZ" berichtet. Mit gefälschten malaysischen Pässen gaben sie sich als Familie aus und reisten im Flugzeug, Bus und Taxi über Yangon in Burma, Bahrain, Dubai und Bratislava nach Wien. Dort bestiegen sie den Nachtzug nach Zürich. Bei der Einreise in die Schweiz wurden sie vom Grenzwachtkorps festgenommen.

Nur Anweisungen befolgt

Im Hintergrund zog ein Mann namens Rajan die Fäden. Die Beschuldigte gab an, nur dessen Anweisungen befolgt zu haben. Für die Begleitung der beiden Männer sei ihr ein Entgelt von umgerechnet rund 1200 Franken (5000 Ringgit) versprochen. Als Grund, weshalb sie sich auf den Hilfsdienst eingelassen habe, gab sie Privatschulden von 40'000 Ringgit an.

Da die Frau geständig ist und bloss als Helferin fungiert hat, fiel die Strafe durch das Gericht milde aus. Der Urteilsvorschlag des Staatsanwalts und des Verteidigers sieht eine bedingte Geldstrafe von 180 Tagessätzen à 30 Franken bei einer Probezeit von zwei Jahren sowie einen Landesverweis von fünf Jahren vor. Der Einzelrichter hiess den Vorschlag im abgekürzten Verfahren praktisch unverändert gut.