Kunsthaus Zürich
Kunsthaus Zürich erhält zum 50. Geburtstag Skulptur von der Sophie und Karl Binding Stiftung

Das Museum zeigt das Werk zusammen mit anderen Arbeiten des Schweizer Bildhauers Carl Burckhardt (1878-1923) bis 4. August. Ihren ersten prominenten Platz erhielt die «Venus» 1910 in der Ausstellung zeitgenössischer Kunst im Kunsthaus Zürich.

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Limmattaler Zeitung

Zu ihrem 50. Geburtstag schenkt die Sophie und Karl Binding Stiftung dem Kunsthaus Zürich die Marmor-Skulptur «Venus» von Carl Burckhardt (1878-1923). Das Museum zeigt das Werk zusammen mit anderen Arbeiten des Schweizer Bildhauers bis 4. August. Ihren ersten prominenten Platz erhielt die «Venus» 1910 in der Ausstellung zeitgenössischer Kunst im Kunsthaus Zürich.

Damit nahm das neu erbaute Museum am Heimplatz seinen Betrieb auf. Doch was 1910 als harmonischer Einklang empfunden wurde, galt wenig später als überholter «Jugendstil». Die «Venus» verschwand fast ein halbes Jahrhundert aus der Öffentlichkeit.

Erst 1967 fand sie als Dauerleihgabe wieder ins Kunsthaus Zürich zurück.Ihren ersten prominenten Platz erhielt die «Venus» 1910 in der Ausstellung zeitgenössischer Kunst im Kunsthaus Zürich. Die Skulptur von 1905 war zusammen mit Bildern Ferdinand Hodlers zu sehen, wie das Kunsthaus in seiner Medienmitteilung vom Dienstag schreibt. Sie habe sich perfekt in Karl Mosers Architektur eingefügt, die sich am Reformstil der Sezessionen orientierte.

Doch was 1910 als harmonischer Einklang empfunden wurde, galt wenig später als überholter «Jugendstil», an den man sich nur noch ungern erinnerte. Burckhardts «Venus» verschwand fast ein halbes Jahrhundert aus der Öffentlichkeit. Erst 1967 fand sie als Dauerleihgabe wieder ins Kunsthaus Zürich zurück. Dort war sie fortan der Mittelpunkt der Gruppe von Bildern Arnold Böcklins, der auch Carl Burckhardt einst stark beeinflusst hatte.

Die Präsentation mit dem Titel «Venus». Die Schenkung. Carl Burckhardt und das Kunsthaus Zürich" umfasst 14 Skulpturen, Zeichnungen und Gemälde Carl Burckhardts. Sie erinnert an die Bedeutung, die der Bildhauer im Schweizer Kunstschaffen des 20. Jahrhunderts hatte.

Die am 23. April 1963 gegründete Sophie und Karl Binding Stiftung fördert Projekte in den Bereichen Umwelt, Soziales, Bildung und Kultur in der ganzen Schweiz, wie sie am Dienstag mitteilte. Bisher habe sie rund 2600 Projekte mit insgesamt rund 72 Millionen Franken unterstützt.