Abstimmung
Kunsthaus-Erweiterung: Pro Komitee warnt vor Folgen eines Nein

Das Komitee zur Unterstützung der geplanten Kunsthaus-Erweiterung warnt, dass nach einem Nein zum geplanten Neubau das Kunsthaus an Bedeutung verlieren würde. Über den Erweiterungsbau stimmt die Stadt Zürich am 25. November ab.

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Links das alte Kunsthaus Zürich, rechts der geplante Erweiterungsbau

Links das alte Kunsthaus Zürich, rechts der geplante Erweiterungsbau

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Eine Ablehnung des Erweiterungsbaus am Heimplatz würde die Chance auf einen zeitgemässen Erweiterungsschritt des Kunsthauses auf Jahrzehnte hinaus zerschlagen. Es wäre ungewiss, «ob und wann wieder jemand die Energie aufbringen würde», ein Nachfolgeprojekt anzureissen, schreibt das Komitee in einem Communiqué vom Dienstag.

Damit wäre dann der «beispielhafte Einsatz» von privaten Förderern vergebens gewesen, ebenso wie der gesamte Entwicklungsprozess, in dem sich während rund zehn Jahren private und öffentliche Träger engagiert hatten.

Nach einem Nein wären überdies die privaten Sammlungen Bührle und Looser gezwungen, ihre Verträge aufzulösen und sich nach anderen Standorten umzusehen. Das Kunsthaus würde damit «in den nächsten Jahren nach und nach an Bedeutung verlieren».

Beinahe Verdoppelung der Ausstellungsfläche

Auch städtebaulich ist der Erweiterungsbau von David Chipperfield laut Pro-Komitee wertvoll: Er würde den Heimplatz zu einem urbanen Platz komplettieren. Und es entstünde eine attraktive Verbindung vom Bellevue via Rämistrasse und Kantonsschule zum Hochschulquartier.

Der Erweiterungsbau jenseits des Heimplatzes, gleich gegenüber dem bestehenden Kunsthaus, soll dessen akuten Platzmangel beheben: Mit 11'520 Quadratmetern bringt er gegenüber den heutigen 6480 Quadratmetern beinahe eine Verdoppelung der Ausstellungsfläche.