Solothurner Filmtage
Kulturprozent-Dokfilm-Preis für Jacqueline Zünd

Die Zürcher Regisseurin Jacqueline Zünd hat am Freitag im Rahmen der Solothurner Filmtage den Preis des Migros-Kulturprozent Dokfilm-Wettbewerbs erhalten. Dotiert ist der Preis mit der Finanzierung ihres Projekts "2,8 Tage".

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Jacqueline Zünd

Jacqueline Zünd

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Zünd will in dem geplanten Film die Realität von Scheidungskindern aus deren Sicht aufzeigen. Damit gehe die Regisseurin einer "gesellschaftlich und sozial relevanten Frage" nach und das habe die Jury überzeugt, teilten die Preisstifter mit.

Das diesjährige Wettbewerbsthema "Raum" habe die Regisseurin gut getroffen, denn nach Scheidungen entstünden aus "einer vermeintlichen Einheit zwei Welten, verteilt auf zwei Räume". In Zünds Projekt soll es aber nicht nur um äussere, sondern auch um innere Räume gehen.

"Wir hatten dieses Mal die Wahl aus drei sehr starken Projekten", sagt Jurypräsidentin Nicole Hess, Projektleiterin Film in der Direktion Kultur und Soziales des Migros-Genossenschafts-Bundes. "Der Entscheid fiel zugunsten eines Projekts, welches das Thema Raum aus einer neuen Perspektive und in einer cineastischen Handschrift beleuchtet". Der Film widme sich in filmisch eigenständiger und differenzierter Weise einer aktuellen Fragestellung. Er soll 2016 in die Kinos kommen.

Jacqueline Zünd wurde 1971 in Zürich geboren. Nach der Ausbildung an der Ringier Journalistenschule und der London International Film School war sie Redaktorin beim Schweizer Fernsehen. Seit 1998 ist sie freie Regisseurin. Ihr letzter Film "Goodnight Nobody" erhielt unter anderem einen Schweizer Filmpreis "Quartz" für das beste Drehbuch.