Der Ja-Stimmenanteil betrug 91,6 Prozent. 75'000 Stimmberechtigte legten ein Ja in die Urne, 6845 ein Nein. Die Stimmbeteiligung lag bei 37,5 Prozent.

In der Kehrichtverbrennung Hagenholz fallen nach der Verbrennung des Abfalls jährlich rund 52'000 Tonnen Schlacke an. Darin sind rund 6000 Tonnen Metalle wie Aluminium, Eisen, Kupfer, Silber und Gold enthalten. Heute werden 66 Prozent davon aus der nassen Schlacke ausgeschieden.

Mit einem neuen Verfahren sollen es fast 100 Prozent sein. Dafür wird aber trockene Schlacke benötigt. Deshalb wird im Hagenholz nun ein Gebäude mit den dazugehörigen Anlagen erstellt.

Die neue Anlage macht aus Nassschlacke Trockenschlacke. Diese wird dann in Hinwil weiterverarbeitet, der weltweit ersten Anlage, mit der sich Metalle aus Kehrichtschlacke fast vollständig rezyklieren lassen.

Die Investition in die neue Anlage im Hagenholz verursacht keine Mehrkosten, die über höhere Gebühren gedeckt werden müssen. Möglich ist dies, weil die Kosten für die Abnahme der Schlacke in der Aufbereitungsanlage Hinwil wesentlich tiefer sind im Vergleich zu den heute anfallenden Kosten für die Deponierung der giftigen Schlacke.

Die Stadt Zürich rechnet damit, dass sich mit dem neuen Verfahren eine Million Franken pro Jahr erwirtschaften lässt: Einerseits aus dem Erlös für das zusätzlich gewonnene Metall, andererseits, weil weniger Schlacke anfällt, die entsorgt werden muss.

Das Projekt stiess bereits im Vorfeld auf breite Zustimmung. Auch im Gemeinderat sprachen sich allen Parteien dafür aus. Das Ganze sei ökologisch und ökonomisch sinnvoll, hiess es im Parlament. (sda)