Gegen den Kredit für den Neubau stimmte einzig die FDP. Die ursprünglich veranschlagten Gesamtkosten seien von 21 auf knapp 30 Millionen Franken gestiegen. Diese "häppchenweise Erhöhung" könne nicht hingenommen werden, sagte Andreas Geistlich (FDP, Schlieren). Der Kanton müsse lernen, besser zu planen und günstiger zu bauen.

Die Sprecher der anderen Fraktionen bestritten die hohen Kosten nicht, erachteten diese aber angesichts der hohen Sicherheitsvorschriften als vertretbar. Das Projekt sei notwendig und sei zukunftsgerichtet, so der Tenor im Rat.

In der Station Brüschhalde werden psychisch kranke Kinder zwischen 5 und 13 Jahren stationär behandelt. Zudem werden teilstationär drei Kindergartenplätze angeboten.

Die bestehende Kapazität von 21 Betten reicht heute nicht mehr aus, um den Bedarf an stationären Behandlungsplätzen zu decken. Dies führt dazu, dass Kinder auch ausserhalb des Kantons behandelt werden müssen. Künftig sollen 28 Plätze zur Verfügung stehen.

Einige der Gebäude sind zudem stark sanierungsbedürftig. Dazu kommt, dass das Raumangebot in allen Klinikbauten nicht mehr den heutigen medizinischen und betrieblichen Anforderungen entspricht. Die Sanierung des Hauptgebäudes wird der Regierungsrat als gebundene Ausgabe bewilligen.

Die Station Brüschhalde geht auf ein 1913 errichtetes Waisenhaus zurück. Laut Regierungsrat werden pro Jahr rund 60 Kinder abgeklärt und behandelt. Sie besuchen dabei die Schule. Die Station gehört zum Angebot des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes (KJPD).